Einige der teilnehmenden Gastronomen der Wildwochen präsentieren sich vor dem Landgasthof Porta in Pfordt.
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Einige der teilnehmenden Gastronomen der Wildwochen präsentieren sich vor dem Landgasthof Porta in Pfordt.

Es wird wieder wild

  • vonDieter Graulich
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Vogelsbergkreis (au). Es duftet verführerisch nach Gebratenem und Geschmortem. nach Wildconsommé mit getrüffelten Griesklößchen und Wurzelgemüse, Rehrücken mit Kürbispüree, karamellisiertem Apfel und Fingermöhrchen. Wer gerne hochwertiges Wildfleisch isst, ist bei den Vogelsberger Wildwochen richtig. Heimische Gastronomen bringen dabei Wildgerichte auf den Tisch. Heimische Gastronomen warben dieser Tage im Landgasthof "Porta" im Schlitzer Stadtteil Pfordt für die 12. Vogelsberg Wildwochen. Sie finden vom 2. Oktober bis 10. November statt. 20 Gastronomen aus der Region bieten Wild-Menüs an. In Verbindung mit Übernachtungsangeboten und Führungen sollen die Vogelsberger Wildwochen wieder ein "wildes" Ereignis werden.

Bio und im Trend

Der Vogelsberg sei zwar reich an Wald und Wild. Trotzdem sei Wildfleisch keine Massenware, sondern geeignet, den bewussten Fleischkonsum zu üben, hieß es. Nach Ansicht der Gastronomen liegen die Vogelsberger Wildwochen im Trend der Zeit und seien interessant für alle, die wissen wollen, wo ihr Fleisch herkommt.

Dazu informierte Heino Tresser vom Hegering Schlitzer Land. Heimische Jäger und Förster sind die Zulieferer der Gastronomen in Sachen Wild. "Wildfleisch liegt derzeit absolut im Trend." So würden Rehwild und Hasen fast nur auf Flächen mit feinen Kräutern äsen. Das heimische Wild müsse auch nicht über lange Strecken transportiert werden. Tresser wies aber auch auf die derzeitigen Probleme der Jagdausübenden hin. So könnten die vorgegebenen hohen Abschusszahlen fast nicht erfüllt werden. Keine Sorge brauchten sich die Verbraucher über die Afrikanische Schweinepest zu machen, die hier nicht akut und auch für den Menschen nicht gefährlich sei.

Im Rahmen der Pressekonferenz informierte zudem der Schlitzer Stadtwächter Hagen Köckeritz über seine Arbeit. Auch die ehemaligen Tag- und Nachtwächter hatten einen Bezug zum Wild, denn sie waren mit Hellebarden ausgerüstet, um in die Stadt beziehungsweise Dörfer eindringendes Wild zu erlegen. Hagen wird bei der Auftaktveranstaltung anwesend sein und einige Anekdoten über diesen Beruf zum Besten zu geben.

Als Begleitprogramm der Wildwochen gibt es zum Beispiel Führungen zum Thema Jagd, Wald und Wild. Naturparkführerin Karin Bochenek, selbst Waldbesitzerin und Jägerin, wird bei der Führung Hintergründe zur Jagd erklären, Jagdgeschichten erzählen, Fährten lesen sowie Artenschutz und Landschaftspflege veranschaulichen.

Es gibt darüber hinaus Wildzerlegeseminare mit Herstellung von Schinken und Wurst und anschließendem 7-Gänge-Menü im Jägerhof in Maar oder einen interaktiven Zerlegekurs mit 3-Gänge Menü in der Alten Klostermühle in Lich. Auswärtige können zudem Kurzurlaubspakete buchen. Zur Auftaktveranstaltung am 2. Oktober ab 18.30 Uhr lädt der Landgasthof Porta in Schlitz-Pfordt ein. Mit dabei sind die Jagdhornbläser des Schlitzer Hegerings, es werden auch Edelbrände der Schlitzer Destillerie angeboten.

Karten sind im Vorverkauf für 49 Euro pro Person zu erhalten. Aus der Region nehmen unter anderem das Landhotel Gärtner in Mücke-Flensungen teil, das Café-Restaurant Vogelpark Schotten, das Posthotel Johannesberg Lauterbach, das Landgasthaus Jägerhof in Maar, das Hogtel und Landgasthaus Schäferhof und das Hotel Zur Schmiede in Eudorf. Weitere Informationen gibt es unter www.vogelsberger-wildwochen.de.

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