2280 Menschen sind seit Anfang März im Vogelsbergkreis auf das Coronavirus getestet worden, es gab 121 positive Ergebnisse. Nun gilt der Kreis als coronafrei. FOTO: DPA
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2280 Menschen sind seit Anfang März im Vogelsbergkreis auf das Coronavirus getestet worden, es gab 121 positive Ergebnisse. Nun gilt der Kreis als coronafrei. FOTO: DPA

Vogelsbergkreis ist offiziell "coronafrei"

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Der Vogelsbergkreis ist "coronafrei". Seit nunmehr sechs Wochen hat es keinerlei Neuinfektionen gegeben, meldet die Pressestelle des Kreises.

Gleichzeitig ging die Zahl der aktiven Fälle kontinuierlich zurück - bis auf zuletzt einen einzigen Fall. Hier war der Genesungsprozess langwierig und zog sich, doch der Betroffene hat es nun geschafft und gilt seit Mittwoch dieser Woche als genesen.

"Die Bürger haben auf die Ausnahmesituation der vergangenen Wochen besonnen und diszipliniert reagiert, nur so konnte es gelingen, die Verbreitung des Virus zu stoppen", kommentiert der Erste Kreisbeigeordnete Jens Mischak (CDU) die erfreuliche Entwicklung. "Auf diesem Weg müssen wir weitermachen, wir dürfen jetzt nicht nachlässig werden, um das Erreichte nicht zu gefährden", mahnt der Gesundheitsdezernent. So gelte es auch weiterhin, Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten - insbesondere auch im Hinblick auf die jetzt einsetzenden Lockerungen. Die Gesamtzahl von 121 Fällen blieb über recht lange Zeit konstant - seit sechs Wochen. Es gelten 116 Vogelsberger als genesen, es gab fünf Todesfälle. Insgesamt wurden bis Montag 2280 Testungen durchgeführt. Das Gesundheitsamt des Kreises meldete neben den 121 positiven Ergebnissen 2159 negative Ergebnisse.

Rückblick: Am Donnerstag, den 5. März, wurde der erste bestätigte Coronavirus-Fall im Kreis gemeldet. Bei der erkrankten Person handelte es sich um eine 21-jährige Frau aus dem westlichen Kreisgebiet. Sie zeigte nur eine leichte Symptomatik. Die 21-Jährige hatte seinerzeit das Wochenende gemeinsam mit Freundinnen in Berlin verbracht und bei einem Bekannten übernachtet. Der wurde positiv auf Corona getestet. Daraufhin informierte das Berliner Gesundheitsamt die Frau aus dem Vogelsberg. Die Patientin habe sich daraufhin vorbildlich verhalten, die junge Frau ließ unverzüglich einen Test durchführen.

Erst am 11. März wurde dann der zweite Fall gemeldet Das Geschehen entwickelte sich zunächst recht langsam, nahm aber dann ab dem 18. März deutlich an Fahrt auf. Täglich kamen in den folgenden Wochen neue Fälle dazu.

Am 3. April wurde der erste von insgesamt fünf Todesfällen vermeldet. Darunter war auch ein Krankenhausmitarbeiter aus Alsfeld.

Am Kreiskrankenhaus waren Ende März auch drei Ärzte von außen mit dem Virus infiziert worden. Darauf wurden umfangreiche Tests unter den 100 Mitarbeitern angeordnet.

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