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Viele Menschen leben mit Vulkanen

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Die Vulkanfreunde der DVG-Sektion Vogelsberg bestätigten das Leitungsteam im Amt: Klaus Tamme, Rudolf Schlintz, Kerstin Bär, Klaus Emrich, Andreas Rüb und Angela Metzner. © Red

Vogelsbergkreis (pm). Zu einer Hauptversammlung für zwei Jahre kamen nun die Mitglieder der Sektion Vogelsberg der Vulkanologischen Gesellschaft (DVG) zusammen. Dabei hielt Gerhard Schul einen Vortrag über »Vulkangefahren - Übertrieben oder unterschätzt?«. Die Vulkanfreunde wollen ihre Aktivitäten im Rahmen des Geoparks Vulkanregion Vogelsberg wieder aufnehmen.

Als Beispiel hierfür hatte Sektionsleiterin Kerstin Bär die Foto-Ausstellung »Wo gibt’s denn hier Vulkane?« parat.

Gerhard Schul ging in dem Vortrag auf die unterschiedlichen Gefahrenpotentiale ein, die von Vulkanen ausgehen. Viele Menschen weltweit sind an ihren Wohnorten durch Vulkane gefährdet. An einigen Orten sollten genau genommen gar keine Siedlungsflächen sein, da ein Schutz im Falle eines Ausbruchs nicht möglich ist.

Nach Einschätzung des Referenten bieten die Bewertungen von Versicherungen eine gute Hilfe bei der Einschätzung der Gefährdung vor Ort. In Deutschland gehen sie von einem minimalen Risiko aus, selbst in der Eifel, die als aktives Vulkangebiet gilt. In manchen Gebieten werden reale Gefahren offenbar ausgeblendet, in anderen Regionen werden geringe Gefahren durch die Medien als wahrscheinlich anstehende Katastrophen überzeichnet.

Der Geschäftsführer des DVG-Hauptvereins, Wolfgang Kostka, freute sich über die vielen Aktivitäten der kleinen Vogelsberger Sektion. Die Sektion hat rund 140 Mitglieder, die DVG mit Sitz in der Eifel zählt über 600.

Kerstin Bär gab einen Bericht über die beiden zurückliegenden Jahre. Trotz der Corona-Beschränkungen gab es 2020 in Glauburg und 2021 in Hungen-Langd ein umfangreiches Programm zum Tag des Geotops. Zu den Exkursionen haben sich jeweils rund 130 Interessierte angemeldet. Dieses Jahr bot man zusätzlich eine »Nachrücker-Exkursion« zwei Wochen später an. Dazukamen Exkursionen für die DVG-Mitglieder.

Die Aktiven wirkten außerdem bei Aktivitäten in der Region mit. Für die neue »Makro-Station« im Vulkaneum wurden Exponate zugeliefert. Die Inhalte für drei neue Info-Tafeln für Geotope der Gemeinde Freiensteinau wurden erstellt, dabei arbeitete man mit dem Landesamt HLNUG zusammen. Beteiligt war man am Programm der Tagung GeoTop in Schotten. Der für die Tagung erstellte Vortrag »Vulkanismus zum Anfassen« verband zwei Themen: Geotope als »Fenster in die Erdgeschichte« und »Geo-Tourismus«.

Erhard Müth gab den Finanzbericht ab. Die Neuwahlen verliefen zügig. Alle Mitglieder des Leitungsteams waren bereit weiterzumachen, es gab lediglich eine Umbesetzung. Sektionsleiterin ist Kerstin Bär, Stellvertreter sind nun Andreas Rüb und Klaus Emrich. Der bisherige Stellvertreter Klaus Tamme ist nun Beisitzer, ebenso wie Rudolf Schlintz. Angela Metzner bleibt Schriftführerin.

Für 2022 wird erwogen, zum Vulkanfest am 1. Mai einen DVG-Infostand aufzubauen. Geplant ist, wieder ein Programmheft »GeoTermine« zu drucken. Die Treffen der Ortsbeauftragten sollen wieder aufgenommen werden. Rudolf Schlintz stellte das mögliche Programm zum Tag des Geotops am 18. September 2022 vor. Dieser soll in Freiensteinau stattfinden.

Zudem sollen zwei Vorträge der Tagung GeoTop in der Öffentlichkeit wiederholt werden. Es handelt sich um »Eine kurze geologische Reise durch den Vogelsberg« von Dr. Charlotte Redler (HLNUG) und »Vulkanismus zum Anfassen« von Kerstin Bär.

Erwogen wird zudem eine Beteiligung an der Landesgartenschau 2027. In der Versammlung wurde für Geschädigte der Hochwasserkatastrophe in der Eifel gesammelt. Informationen zur DVG-Sektion Vogelsberg stehen auf der Homepage: www.dvg-vb.de.

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