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Offizielle Eröffnung des Familientags auf dem Marktplatz mit Minister Stefan Grüttner (links neben dem Logo).

Viele Aktionen beim Hessischen Familientag in Alsfeld

Alsfeld (kl). Der 8. Hessische Familientag in Alsfeld – auch kleiner Hessentag genannt – erfüllte am Samstag fast alle Erwartungen. Viele Aktionen – von Musik, Talkrunden bis zum Klettermobil – lockten die Besucher.

Matthias Wilkes, Vorsitzender des Stiftungsrates der Karl-Kübel-Stiftung für Kind und Familie, eröffnete den Familientag auf dem gut besuchten Marktplatz. "Fantastisch für Familien", das Motto ist Programm, erklärte Stefan Grüttner, Hessischer Sozialminister, und bedankte sich bei über 160 Organisationen und Gruppen. "Die Familie ist und bleibt Mittelpunkt unseres Lebens," so Grüttner. Alsfeld sei eine familienfreundliche Stadt, dass verkündete Bürgermeister Stephan Paule, der seine Amtskette umgelegt hatte. Gekommen waren zahlreiche Ehrengäste, darunter Landrat Manfred Görig, eine Delegation aus Chaville, Milchkönigin Svenja I. und Janine, die Schwalbenkönigin. Beim Familientag dabei waren auch der Hessen-Löwe, das Polizeimaskottchen, aus dem Reinhardswald Ritter Dietrich mit Märchenfiguren, die Maus aus der bekannten Sendung, Kinderkommissar Leon, Schlunz vom LPR Hessen sowie Imanuel Immergrün und das schrille Pärchen. Ein buntes Bild.

Den Grundstein zur Eröffnung legten die Akteure dann selbst auf der Bühne. Sie puzzelten das Logo zusammen und präsentierten sich damit dem Publikum. Moderator auf dem Marktplatz war Thomas Ranft, bekannt durch die Sendung "Alle Wetter".

Auf den weiteren Aktionsbühnen inmitten der historischen Altstadt gab es ganztägig unterschiedliche Darbietungen, Musik, Vorträge und Talkrunden. "Familie und Arbeitswelt im Wandel" ließ offen, warum in einer hochmodernen Welt die Arbeit nicht zu den Menschen kommen kann und die Menschen aus dem ländlichen Raum weite Wege zum Arbeitsplatz zurücklegen müssen. Konkrete Antworten konnten die Diskussionsteilnehmer, darunter Staatsminister Dr. Helge Braun, Minister Stefan Grüttner und Bernd Ehinger, Präsident des hessischen Handwerkstages, nicht geben.

Attila und Kirchentalk

Die Vorstellung des Familientags-Märchenbuches fand auf der Bühne in der Volkmarstraße statt, der Kinderchor "Sonnenstrahlen für Jesus" aus Dillenburg hatte hier zur Eröffnung gesungen. Ein Kirchentalk fand auf der Bühne hinter der Walpurgiskirche statt. "Inklusive Bildung zwischen Vision und Verwaltung. Oder: Zuflucht Land! Wie gestaltet sich das Leben der ca. 600 Flüchtlinge im Vogelsbergkreis war die Frage bei einer Talkrunde. Sport und Vereine präsentierten sich auf der Bühne am Stadthallenparkplatz. Mit von der Partie auch Attila, der Steinadler, das Maskottchen von Eintracht Frankfurt.

Sportvereine und Landessportbund präsentierten sich am Stadthallenparkplatz. Der neue Kunstrasenplatz wurde mit einer großen Aktion und einem ökumenischen Gottesdienst eingeweiht. Zwei Fußballspiele standen im Blickpunkt der Einweihung: das Inklusionsspiel der Hephatal-Förderschule gegen eine Mannschaft des JFV Alsfeld und das Hauptspiel der gemischten A-Jugend des JFV, die gegen die Adlerträger mit 3:1-Toren vor etwa 300 Zuschauer siegten.

In der Marburger Straße lud der Jugendring zum Mitmachen ein. Die Aktion "Bungee Run" und das Klettermobil waren nur einige der Highlights. Angebote der Naturschutzjugend und der Landjugend rundeten das Programm ab.

Ein besonderer Blickfang und ein begehrtes Fotomotiv waren die Walk-Acts: Musikgruppen wie Beats and Noises und Voice Factory unterhielten auf den Bühnen und in den Straßen. Der ADAC machte mit seinem Präventionsangebot "Verkehrswelt" fit für den Straßenverkehr und die mobile Welt von heute. Alles klar zum Entern hieß es für kleine Piraten am Riesenbett der Jugendherbergen. Das Wetter zeigte sich mehr als schön, es war sommerlich warm. Die Straßen und Gassen zu den Aktionsbühnen waren gut gefüllt mit Besuchern aus nah und fern. Vereine und Gruppen zeigten, was für Familie wichtig ist: Zusammenhalt. Die Zahl der Besucher lag nach Angaben der Veranstalter bei 10 000, auf alle Fälle fanden einige tausend Menschen den Weg nach Alsfeld.

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