Groß-Übung augf Bundesstraße

Training für Rettung nach Bus-Unfall

  • vonPhilipp Weitzel
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Zerstörte Fahrzeuge, Hilfeschreie und Rauch: Auf einer Bundesstraße übten am Samstag 60 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz die Rettung nach einem Bus-Unfall.

"Das Szenario sah einen Verkehrsunfall mit drei Autos, einem Lastwagen und einem Bus vor, dabei gab es einen sogenannten Massenanfall von Verletzten", schilderten die Übungsverantwortlichen Carsten Schmidt und Martin Gonder. Insgesamt 12 Verletzte mussten gerettet werden, die größtenteils durch Unfalldarsteller mit realistisch geschminkten Wunden der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aus Kassel gemimt wurden. Es kam aber auch eine Trainingspuppe des Simulationszentrums Mittelhessen zum Einsatz, an der realitätsnah eine Wiederbelebung durchgeführt wurden. Gleich in drei Fahrzeugen waren Personen eingeklemmt, sie konnten nur mit hydraulischen Rettungssätzen von Feuerwehrleuten befreit werden.

Unter den Augen von mehreren Übungsbeobachtern startete das groß angelegte Rettungstraining um Punkt 12 Uhr. Dass es sich bei der Übung um keinen Show-Einsatz handelte, zeigte sich gleich zu Beginn. Es trafen lediglich ein Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug am Übungsort ein. Die übrigen Rettungskräfte rückten teilweise mit deutlichem Zeitverzug an. "In der Realität braucht es auch seine Zeit, bis die Rettungskräfte aus dem ganzen Vogelsbergkreis angerückt sind", erläutert Übungsinitiator Schmidt. Die ersten Helfer am Übungsort erlebten folglich eine Szenerie, in der sie mit wenigen vor einem Berg an Aufgaben standen. Dennoch bewahrten sie Ruhe und verschafften sich einen Überblick, um die nachrückende Verstärkung in Form von zehn Rettungsteams und dem Unfallrettungszug der Feuerwehr der Stadt Alsfeld gezielt einzubinden. Nach Priorität beseitigten die Helfer in der Folge Gefahren und versorgten die Verletzten versorgt.

"Es wurden sieben Einsatzfahrzeuge des Rettungsdienstes, sechs Einsatzfahrzeuge des Katastrophenschutzes und fünf Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr eingebunden", schilderte Übungsinitiator Gonder. Sowohl Gonder als auch Schmidt hoben hervor, dass mit der Übung insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst gestärkt werden sollte. Das lobte vor Ort auch Bürgermeister Stephan Paule. "Eine tolle Koordination aller Beteiligten und ein schönes Zeichen, dass die Zusammenarbeit aller Rettungsorganisationen in Alsfeld beispielhaft ist." Er sprach von hervorragenden Leistungen der Übungsbeteiligten und dankte für das Engagement.

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