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Ihr Projekt, das sie für die Firma Kamax entwickelt haben, präsentieren Christian Hasenpflug, Johannes Barthelmes und Alexander Schnell. Es geht um die automatisierte Lagerzuführung.

Technik

Techniker der Alsfelder Max-Eyth-Schule wollen die Arbeitswelt verbessern

Sie entwerfen Sicherheits- türen für Geldtransporter und verringern die Belastung für die Mitarbeiter an Walzwerkzeugen. Die Abgänger der Alsfelder Max-Eyth-Schule haben Großes vor.

Mindestens 160 Arbeitsstunden pro Studierendem werden für die Projektarbeiten zum staatlich geprüften Techniker im Fachbereich Mechatronik veranschlagt. Das zeigt, mit welch verschiedenen Aufgaben sich die Studierenden je nach Auftrag der Unternehmen beschäftigen. Abteilungsleiterin Susanne Schäfer: "Es geht nicht nur um mechanische, sondern auch um sicherheits- und steuerungstechnische sowie energie- und kommunikationstechnische Inhalte."

Die jungen Leute studieren seit knapp zwei Jahren an der Max-Eyth-Schule und stehen kurz vor den letzten Prüfungen: Zwölf Männer und eine Frau möchten ihren Abschluss machen und dazu gehört die umfangreiche Projektarbeit. Die Ergebnisse von vielen Stunden Arbeit präsentierten sie vor wenigen Tagen. In der Aula der Europaschule lauschten Vertreter der Partnerbetriebe, die die Projekte ermöglicht haben. Alena Bittner, Alexander Gross und Benjamin Kleinert zeigten eine Möglichkeit zur "Optimierung kraftbetriebener Sicherheitstüren für Geld- und Werttransportfahrzeuge" im Auftrag des Alsfelder Unternehmens Hartmann Spezialkarosserien GmbH.

Johannes Barthelmes, Christian Hasenpflug und Alexander Schnell präsentierten eine "Automatisierte Lagerzuführung", die sie im Auftrag der Firma Kamax entwickelt hatten. Problemstellung war, die Ablage von Walzwerkzeugen von einer manuellen auf automatisierte Handhabung umzustellen, um sowohl die körperliche Belastung für Mitarbeitende als auch den Zeitaufwand zu senken. Zu berücksichtigen waren die unterschiedlichen Größen der Walzbacken. Daneben musste ein Sicherheitskonzept erarbeitet werden.

Vom Entwurf zum Bauteil

Zeitmanagement, Kostenanalyse, Sicherheitsabwägungen, Entwurfserstellung bis hin zu einem fertigen zu realisierenden Konzept. Weitere Herausforderungen Förderband und Hebehilfe mussten genauso integriert werden wie der Hubtisch, der Portalgreifer und der QR-Code-Scanner, mit dessen Hilfe die jeweilige Position des Werkstücks überwacht werden konnte. Auch müssen bei der Arbeitsplatzhöhe EU-Normen berücksichtigt werden.

Darüber hinaus gaben die Studierenden einen Einblick in ihre Vorgehensweise, unter anderem die Beschaffung der Bauteile. Dabei bewiesen sie Marktkenntnis und Kostenbewusstsein und trugen so auch dem betriebswirtschaftlichen Aspekt Rechnung. Das Projekt hat derzeit das Potenzial, von der Firma Kamax realisiert zu werden.

Jan Niklas Merle, Nico Metzler und Matthias Zinnkann präsentieren eine "Fülldruckregelung", die sie im Auftrag der FFT Produktionssysteme in Fulda und Mücke entwickelt hatten. Dabei geht es um eine Anlage zur Erstbefüllung einer Kühlwasseranlage bei der Kfz-Fertigung. Auf diese Weise sollen der sogenannte Volumen-Booster ersetzt sowie Druckspitzen und Fehlbefüllungen vermieden werden.

Zusammenarbeit mit Würzburger Unternehmen

Vorgaben waren unter anderem das Erreichen eines definierten Fülldrucks sowie der Einsatz vorgeschriebener Bauteile bezüglich der Ventile und Pumpen. Auch bei diesem Projekt war neben der mechanischen Fertigung die Informationstechnologie ein Hauptbestandteil der Herausforderung. Dazu nutzten die Studierenden unter anderem das TIA-Portal der Firma Siemens. Von der Funktionsweise über die Programmierung bis hin zur Lautstärkeregelung stellte die Gruppe jede Komponente ihres Projektes vor und überzeugte auch durch eine Praxiseinheit, in der die Anlage zeigte, was sie konnte. "Diese Anlage kann durchaus in die Serienfertigung gehen", so das Fazit der Studierenden.

Eine Modell-Verpackungsmaschine stellten Markus Kraußmüller, Jonas Weicker und Julian Winter vor. Diese haben sie im Auftrag des Würzburger Unternehmens MGA Ingenieurdienstleistungen GmbH hergestellt. Der automatisierte Verpackungsprozess beinhaltet unter anderem Elektronik und Controlling. In die Maschine war ein Fischertechnik-Roboter als Greifer und Verteiler zu integrieren. Die zu verpackenden Teile werden per Hand aufgelegt und mittels Robotik und Sensorik maschinell weitergeführt.

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