Fleisch

Stolzer Preis für Wagyu-Rind

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Über 1000 Besucher kamen nach Alsfeld zum Fleischrindertag. Die 97 zur Versteigerung anstehenden Tiere erbrachten einen Gesamterlös von 310 000 Euro. Im Schnitt war Angus die teuerste Rasse.

Erfreut über hohe züchterische Qualität beim 32. Fleischrindertag in der Alsfelder Hessenhalle zeigten sich am Samstagmittag bei der Siegerehrung Stefanie Nagel vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule. Der Gesamtverkaufspreis der 97 Tiere betrug immerhin stattliche 310 000 Euro.

Der Ministeriumsvertreter aus Wiesbaden und der Bürgermeister zollten den Züchtern Lob und Anerkennung für diese Leistungen. Sie betonten, dass die Weidewirtschaft mit Rind, Schaf und Ziege in Hessen Tradition habe. Dabei leiste die Fleischrinderzucht und Mutterkuhhaltung einen entscheidenden Beitrag zu einer extensiven an den Standort angepassten Bewirtschaftung und damit zum Erhalt schützenswerter Lebensräume und Arten. Nach den beiden Ansprachen wurde dann das Geheimnis gelüftet: Der "Hessen-Champion 2018" der Fleischrinder kommt erneut von der Rasse Angus. Die Preisrichter körten "Emil" aus dem Betrieb Bischoff PTR GmbH Angus-Zucht aus Neukirchen/Knüll. Im Vorjahr hatte sich "Ronaldo" vom Betrieb Martin Holland-Lenz aus Neustadt durchgesetzt.

Weit über tausend Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet und aus dem angrenzenden Ausland waren gekommen und zollten den Züchtern in der Alsfelder Hessenhalle reichlich Beifall für ihre Leistungen.

Neu und für viele Besucher etwas ungewohnt war der neue Name des Veranstalters. So suchte man vergebens nach der Zucht- und Besamungsunion Hessen (ZBH) mit ihrem grünen Logo, denn im Vorjahr haben die Mitglieder des Landesverbandes Thüringer Rinderzüchter (LTR) und der Zucht- und Besamungsunion Hessen (ZBH) eine gemeinsame Gesellschaft mit Namen "Qnetics" gegründet. Der gemeinsame Geschäftsbetrieb startete nun zum 1. Januar 2018. Sitz der "Qnetics GmbH – Kompetenz für Nutztiere" ist wiederum Alsfeld.

Züchter neu organisiert

Angesichts des fortschreitenden Strukturwandels in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung und der Notwendigkeit auf Verbandsebene die Ressourcen so effizient wie möglich zu nutzen, sei der Schulterschluss eine logische Konsequenz in der Entwicklung der intensiven Zusammenarbeit von Hessen und Thüringen wurde am Samstag in Hinblick auf die Gründung des Zusammenschlusses betont.

Im Schlussbild zur Siegerehrung wurden Tiere der Betriebe Friedrich Eick (Hattendorf), Karl Wilhelm Becker (Lehrbach), Jürgen Martin (Reuters), Torsten Herchenröder (Altenschlirf), Steffen Schäfer (Zell) und Werner Rücklinger (Eschenrod) präsentiert, die aufgrund ihrer besonderen Platzierungen Ehrenpreise erhielten. Gute Platzierungen gab es auch für die heimischen Betriebe Ulrich Pflanz (Schlitz), Andreas Würtz (Eichelsachsen) und Markus Rahn (Bobenhausen). Insgesamt waren neun Züchter mit einem Dutzend Tieren aus dem Vogelsberg vertreten.

Bei der Auktion in der Hessenhalle wurden 97 Tiere verkauft. Den höchsten Preis erzielte ein Wagyu-Rind mit 8000 Euro. Es wechselt von dem Zuchtbetrieb aus dem Vogelsberg nach Nordhessen. Bei den einzelnen Rassen ergaben sich folgende Höchst- und Durchschnittspreise: Angus 5800/3400 Euro, Galloway 3000/2650 Euro, Limousin 4900/3200 Euro, Fleckvieh Fleisch 5500/2950 Euro und Charolais 4600/2830 Euro.

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