Stolpersteine regen zum Erinnern an Getötete an

Alsfeld (jol). Den Opfern der Dritten Reichs ihren Namen wiedergeben - das will die Aktion "Stolpersteine Alsfeld", die am Mittwoch ihr erstes öffentliches Auftreten hatte.

Alsfeld (jol). Den Opfern der Dritten Reichs ihren Namen wiedergeben - das will die Aktion "Stolpersteine Alsfeld", die am Mittwoch ihr erstes öffentliches Auftreten hatte. Mit einem Dokumentarfilm über die Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunther Demnig startete die Aktion, die in der Verlegung der ersten Steine am 24. Oktober einen Höhepunkt finden soll. Bei der Filmvorführung im Regionalmuseum verwies Michael Riese für den Arbeitskreis Stolpersteine Alsfeld auf die Träger, zu denen Schüler und Lehrer, die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung, der Geschichts- und Museumsverein sowie der Förderverein zur Geschichte des Judentums im Vogelsberg gehören. Erste Stolpersteine liegen bereits in Lauterbach und Herbstein, wie der Film aufzeigte, gehören sie zu den etwa 8500 Stück, die Demnig über viele Jahre hinweg in 177 Orten verlegte. Eingelassen in den Gehweg liegen Betonsteine mit Messingplaketten, die von Hand jeweils mit dem Namen eines Opfers der Nazi-Herrschaft versehen wurden. Die Handarbeit ist Teil dieser Kunstaktion im öffentlichen Raum, Demnig und die Spender der Stolpersteine geben so den namenlosen Opfern ihren Namen zurück. Umstritten ist die Aktion in München, aber andernorts regen die blanken Täfelchen zum Innehalten an. Termine: Am 4. Juni Vortrag über Verfolgung von Roma und Sinti, am 26. Juni Konzert mit Yale Strom.

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