Sozialer Friede ist in Gefahr

  • Joachim Legatis
    vonJoachim Legatis
    schließen

Sie wollen sich nicht spalten lassen durch unterschiedliche politische Richtungen und gehen mit dem Slogan "Wir sind viele. Wir sind eins" auf den Marktplatz in Alsfeld. Die traditionelle 1.-Mai-Kundgebung des deutschen Gewerkschaftsbunds stellt dieses Jahr soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt. Am Montag geht es um 10 Uhr los, Infostände von Gewerkschaften und Parteien bieten den Rahmen für Redebeiträge und Musik der Ferdinand-Hareter-Band. Wie DGB-Vorsitzender Bernhard Bender ankündigte, beginnt eine Kundgebung im Bürgerhaus Schlitz ebenfalls um 10 Uhr. Dort spricht Monika Christann von Verdi und der Liedermacher Mario Wöllhard spielt auf.

Sie wollen sich nicht spalten lassen durch unterschiedliche politische Richtungen und gehen mit dem Slogan "Wir sind viele. Wir sind eins" auf den Marktplatz in Alsfeld. Die traditionelle 1.-Mai-Kundgebung des deutschen Gewerkschaftsbunds stellt dieses Jahr soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt. Am Montag geht es um 10 Uhr los, Infostände von Gewerkschaften und Parteien bieten den Rahmen für Redebeiträge und Musik der Ferdinand-Hareter-Band. Wie DGB-Vorsitzender Bernhard Bender ankündigte, beginnt eine Kundgebung im Bürgerhaus Schlitz ebenfalls um 10 Uhr. Dort spricht Monika Christann von Verdi und der Liedermacher Mario Wöllhard spielt auf.

In Alsfeld hält Matthias Körner, DGB-Geschäftsführer Mittelhessen, die zentrale Rede. Beiträge kommen von den Gewerkschaften sowie von Vertretern einiger Parteien. Bender bezieht das Motto nicht nur auf die deutsche Realität, in ganz Europa herrsche eine angespannte Situation. Hierzulande sei der soziale Friede in Gefahr, weil zu viele prekäre Arbeitsbedingungen hätten.

Auskömmliche Einkommen und Mitbestimmung in den Betrieben hätten die deutsche Wirtschaft stark gemacht, aber inzwischen steigen immer mehr Unternehmen aus der Tarifbindung aus. Die Folge sind sinkende Löhne und Betriebsvereinbarungen, die lange Verhandlungen erfordern, wie Bender kritisierte. Die Spaltung der Gesellschaft resultiere auch aus dem Sparkurs der Regierung, um Schulden zu begrenzen. So fehlten Stellen im öffentlichen Dienst, die Zahl der Überstunden bei Polizisten sei immens. Im Bildungsbereich herrsche Nachholbedarf, es gebe zu wenig Ausbildung im Pflegebereich, "aber die brauchen wir dringend". Jo Biermanski vom DGB-Vorstand ergänzt, dass Mitarbeitern im Sozialbereich vor Jahren das Urlaubsgeld gestrichen wurde und Gehaltserhöhungen nur verzögert weitergegeben werden. Es werde schwerer, Mitarbeiter zu finden. Eine Folge seien viele Überstunden, weil immer wieder erkrankte Kollegen vertreten werden müssen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare