Nachdem viele Bewohner und Mitarbeiter des Seniorenheimes mit Corona infiziert worden sind, besteht ein striktes Besuchsverbot. FOTO: KS

Coronavirus

25 Senioren im Alsfelder Rambachhaus Corona-positiv

Der Corona-Ausbruch im Alsfelder Rambachhaus wurde bei einer durchgeführten Schnelltestreihe festgestellt.

In einer Pressemitteilung teilt die Einrichtung weiter mit, dass bei der Testreihe 18 Bewohner und zwei Mitarbeiter positiv waren. Das Gesundheitsamt und die Heimaufsicht wurden umgehend informiert. Die Symptome zeigten sich bei den Bewohnern leicht, die positiven Mitarbeiter zeigen bisher keine Symptome auf. Weitere sieben Bewohner wurden schließlich am Dienstag mit einem PCR-Test positiv getestet. Vom Pflegepersonal sind nun 13 Mitarbeiter auf das Virus positiv getestet worden.

Ausbruch nur in einem Wohnbereich

Alle Angehörigen sind unverzüglich über das Geschehen informiert worden und werden bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes darüber in Kenntnis gesetzt. Die infizierten Bewohner wurden sofort in einen gesonderten Wohnbereich verlegt, der abgetrennt wurde. Das Pflegepersonal ist nur für diese Station eingeteilt. Die PCR-Tests ergaben, dass sich der Ausbruch auf einen Wohnbereich beschränkt. Durch die schnelle Isolierung der infizierten Bewohner konnte zum Glück eine Ausbreitung über die anderen Wohnbereiche verhindert werden.

Gemäß der Corona-Einrichtungsverordnung besteht bei Auftreten von SARS-Cov-2-Infektionen ein Besuchsverbot für die Einrichtung, das aus infektionshygienischen Gründen strikt einzuhalten ist. Das Besuchsverbot besteht so lange, bis eine abweichende Entscheidung des Gesundheitsamtes erfolgt. Aufgrund des Hygienekonzeptes, das im Frühjahr speziell an die Pandemie angepasst wurde, wurde das Betreten einrichtungsfremder Personen erheblich eingeschränkt. Besuche müssen vorher angemeldet werden und finden in einem gesonderten Raum mit einer Glasscheibe statt.

Die Mitarbeitenden sind angehalten, ihren Gesundheitszustand ständig einzuschätzen und dürfen bei geringsten Symptomen nicht arbeiten. Dienstpläne wurden angepasst, sodass immer das gleiche Pflegepersonal auf einem Wohnbereich tätig ist, damit bei einem Ausbruch die weitere Ausbreitung verhindert wird. Therapieangebote wurden erst seit dem Sommer wieder und nur in kleinen Gruppen angeboten, mit Abstand und Mund-Nase-Schutz, dessen Tragen für alle, die die Einrichtung betreten, Pflicht ist.

Eine Pflegeeinrichtung sei aber zu keinem Zeitpunkt eine in sich geschlossene Einrichtung, teilt das Rambachhaus weiter mit. So müsse das Recht der Bewohner gewährleistet werden, die Einrichtung nach draußen zu verlassen.

Es werden ab dieser Woche mehrmals wöchentlich beim gesamten Pflegepersonal hauseigene Schnelltests durchgeführt, zusätzlich weitere Tests der Bewohner. Die leitenden Pflegekräfte wurden am Mittwoch durch eine Ärztin darin geschult. Diese Tests müssen allerdings durch das eigene Personal durchgeführt werden, was einen extremen Mehraufwand bedeutet. Zu dem normalen Krankenstand der Mitarbeitenden kommen nun Quarantäneanordnungen des Pflegepersonals hinzu, was zu einer erheblichen Belastung des Pflegepersonals führt.

Appell an das Land Hessen

Die Mitarbeitenden sind laut Pressemitteilung sehr motiviert, eine weitere Überlastung des Pflegepersonals müsse aber dringend verhindert werden. Für die Durchführung der Schnelltests, die unbedingt notwendig seien, müsse daher schnellstmöglich eine Unterstützung durch das Land Hessen gewährleistet werden. Bei dem Ausbruchsgeschehen im Vogelsbergkreis könne jeder, auch wenn er keine Symptome habe, infiziert sein und weitere Personen anstecken. Das Heimtückische an diesem Virus sei die Tatsache, dass man ohne Wissen, da ohne Symptome, infiziert sein und somit weiter Personen unwissentlich anstecken könne. Nur durch sofortige Unterstützung in allen Bereichen, insbesondere aber im pflegerischen Bereich, könne diese extrem schwierige Situation bewältigt werden.

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