Regierungspräsident Christoph Ullrich (m.) übergibt 200 Mundschutz-Behelfsmasken an Dietmar Gerhard (l.) und Mathias Köhl (r.) vom Vorstand der Alsfelder Tafel. FOTO: PM
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Regierungspräsident Christoph Ullrich (m.) übergibt 200 Mundschutz-Behelfsmasken an Dietmar Gerhard (l.) und Mathias Köhl (r.) vom Vorstand der Alsfelder Tafel. FOTO: PM

200 Schutzmasken für die Tafel

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Alsfeld(pm). Sie sind schwarz-gelb gestreift oder blumig gemustert: Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich (CDU) hat 200 Mund-Nasenschutz-Behelfsmasken in Erwachsenen- und Kindergröße an den Vorstand der Alsfelder Tafel übergeben. "Sie sind von Flüchtlingen in der Nähstube der Erstaufnahmeeinrichtung Hessen in Gießen hergestellt worden", berichtet er. Mathias Köhl und Dietmar Gerhard vom Vorstand nahmen die Masken während einer trubeligen Woche entgegen: Denn die Tafel zieht nach vielen Jahren auf dem Bücking-Areal um. Sie will am neuen Standort in einer Halle der früheren Firma Röder Präzision in der Pfarrer-Happel-Straße wieder öffnen. "Für unsere Neueröffnung passen die gespendeten Schutzmasken natürlich wunderbar", sagt Mathias Köhl. Viele der insgesamt etwa 550 Tafel-Kunden hätten zwar eine Schutzmaske: "Wir geben zunächst denjenigen eine, die beim Abholen der gespendeten Waren keine dabeihaben, aber natürlich auch bei weiterem Bedarf", ergänzt Dietmar Gerhard.

Entstanden war der Kontakt über eine Telefonkonferenz mit RP Ullrich und dem Alsfelder Modehändler Frank Galfe, der in der Corona-Krise fast ein Drittel des Erlöses aus den bei ihm gekauften Einkaufsgutscheinen an die Alsfelder Tafel spendete. "Mir ist es wichtig, Menschen zu würdigen, die in dieser schwierigen Zeit als Mutmacher ein gesellschaftliches Vorbild sind", sagt der Regierungspräsident. Gerade die durch einen Verein getragene Alsfelder Tafel sei ein hervorragendes Beispiel für bürgerliches Engagement.

Kirche betreut

Im lockeren Austausch berichteten die zwei Tafel-Aktiven auch rückblickend aus einer weiteren herausfordernden Zeit, vor über vier Jahren, als die Flüchtlinge in großer Zahl auch nach Alsfeld kamen. Damals hätten kulturelle Unterschiede und sprachliche Hindernisse verbunden mit der enormen Zahl von Hilfesuchenden auch für sehr emotionale Situationen in der Tafel gesorgt. "Heute ist zu spüren, was sich getan hat, denn viele sprechen schon viel besser Deutsch", berichtet Mathias Köhl.

"Die Gießener Nähstube wird ehrenamtlich von der Petrusgemeinde Gießen mit hohem Engagement betreut", erzählt Regierungspräsident Ullrich. Mehr als 3500 Masken hatten die Geflüchteten bereits aus Stoffspenden angefertigt. Ein großer Teil wurde an die Flüchtlinge vor Ort verteilt. "Deshalb war es nicht notwendig, die Flüchtlinge extra mit Schutzmasken auszustatten."

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