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Die Fünft- und Sechstklässler der Albert-Schweitzer-Schule lernten mit dem ADAC, wie lang ein Bremsweg beim Auto ist. (Foto: pm)

Schüler staunten über langen Bremsweg von Autos

Alsfeld (pm). Mobilität ist wichtig: spätestens ab der fünften Klasse legen Kinder den Großteil ihres Schulweges allein zurück, sei es im Bus oder Zug, zu Fuß oder auf dem Fahrrad. Da kommt es auf Sicherheit an.

Mit Opel und Michelin hat der ADAC darum das Programm "Achtung Auto" entwickelt. Es soll dazu beitragen, kritische Situationen im Straßenverkehr zu verdeutlichen, Unfallgefahren zu erkennen und durch vorausschauendes Handeln richtig zu reagieren.

Dieser Tage kamen alle Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen der Albert-Schweitzer-Schule hierfür zusammen. Mit Thomas Tuma war ein erfahrener Verkehrspädagoge vor Ort – das Training fand auf der Marburger Straße Richtung Leusel statt, die für die ASS-Schüler gesperrt war. An Bespielen lernten die Kinder den Bremsweg kennen – zu ihrer Überraschung hat man den sogar, wenn man läuft, da man ab einer bestimmten Geschwindigkeit nicht mehr in dem Moment zum Stehen kommt, in dem man aufhört zu laufen. Wie sich der Bremsweg vergrößert, wenn Geschwindigkeit und Masse eines Fahrzeugs dazukommen, das demonstrierte der Verkehrspädagoge eindrucksvoll.

Als nächstes lernten sie die Abläufe kennen, die erforderlich sind, bis ein Autofahrer bremst: Die Kinder waren erstaunt über die Reaktionszeit, die sich verlängert, wenn der Fahrer abgelenkt ist und in der ein Fahrzeug trotz erkannter Gefährdung erst einmal weiterfährt, ohne zu bremsen. Bestandteil der Schulung waren außerdem die Sicherheitsvorkehrungen, die für Kinder gelten: Sicherheitsgurte und Kindersitze oder Sitzerhöhungen. Es gilt die Devise "Sicherheit beim Autofahren geht vor." Mit Erlaubnis der Eltern konnte man auf der Teststrecke am eigenen Leib auch eine Notbremsung erleben – ganz schön aufregend, besonders wenn man bedenkt, dass man im Notfall darauf nicht vorbereitet ist.

Alles in allem machte das Training den Kindern deutlich, wie wichtig es ist, im Straßenverkehr aufmerksam zu sein und die Unzulänglichkeiten der Fahrer und ihrer Fahrzeuge mit einzukalkulieren. Ihr Fazit: "Wir wollen auf den Straßen noch vorsichtiger sein, uns zuverlässig anschnallen und vielleicht auch etwas weniger Quatsch machen im Auto, um die Fahrer nicht abzulenken." Ein wichtiger Schritt in Richtung Verkehrssicherheit war getan.

Das Programm "Achtung Auto" ist für Schulen kostenfrei. Sie müssen lediglich ein passendes Umfeld und betreuende Lehrer bereitstellen. Information beim ADAC unter Telefon 0 69- 66 07 84 04.

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