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Schneiderinnen für faire Baumwolle

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Agraringenieur Seyi Vanvanhossou spricht mit angehenden Maßschneiderinnen und Maßschneidern über den Anbau von Baumwolle in dem afrikanischen Benin. Sie entwickeln Ideen für nachhaltige Bekleidung. © Red

Alsfeld (pm). Das Projekt »Grenzenlos - Globales Lernen in der beruflichen Bildung« brachte nun angehenden Landwirten und Maßschneiderinnen an der Max-Eyth-Schule Alsfeld einen außergewöhnlichen Unterricht. Das Projekt des World University Service (WUS) führt Studierende aus Afrika, Asien und Lateinamerika in hiesige Schulen. Dabei vermitteln sie die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen.

Kürzlich gab Referent Seyi Vanvanhossou an der Max-Eyth-Schule Alsfeld sein Wissen »aus erster Hand« über eine Landwirtschaft weiter, die den Hunger bekämpft. Er sprach in einem dritten Lehrjahr der Ausbildung zum Landwirt. Vanvanhossou ist diplomierter Agraringenieur und arbeitet derzeit an der Universität Gießen. Ein Ziel ist dabei, Schülerinnen und Schülern der berufsbildenden Schulen Kompetenzen im Bereich Interkulturalität vermitteln und sie zu nachhaltigem Handeln in unserer globalisierten Welt ermutigen. Die Schülerinnen und Schüler beeindruckt das Fachwissen der »Grenzenlos«-Referenten/innen. Daneben ist »besonders die Art und Weise, wie uns das Wissen vermittelt wird, spannend«, sagt ein Schüler.

Eine weitere Lehrkooperation fand dieser Tage bei den Maßschneiderinnen im ersten Ausbildungsjahr statt. Dabei ging es um Baumwollanbau in Benin. Referent Vanvanhossou griff dabei auf Erfahrungen aus seinem Heimatland Benin zurück und stieß mit seinen Erläuterungen auf großes Interesse. Die angehenden Maßschneiderinnen und -schneider entwickelten unter dem Motto »Mein nachhaltiges T-Shirt« zahlreiche Ideen, wie Nachhaltigkeit in der Baumwollproduktion und -verarbeitung funktionieren kann. Dabei geht es um ökologische, soziale und ökonomische Aspekte.

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