1. Gießener Allgemeine
  2. Vogelsbergkreis
  3. Alsfeld

Rettungswache soll im Frühjahr öffnen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Joachim Legatis

Kommentare

Vogelsbergkreis (pm). Corona kostet, wie die Mitglieder des Kreistags in der jüngsten Sitzung des Parlaments erfahren mussten. Stolze 477 000 Euro kosten die Zusatzbusse für den Schülerverkehr, damit die Kinder und Jugendlichen nicht so beengt zusammenkommen. Wie Landrat Manfred Görig erläuterte, hat der Kreisausschuss den Auftrag zur Verstärkung der Schülerbusse bis zu den Osterferien verlängert.

Damit werden zehn zusätzliche Busse auf stark frequentierten Linien zur Entlastung eingesetzt. Die ganze Aktion kostet mehr als 900 000 Euro, der Kreis trägt 477 000 Euro aus eigener Tasche.

Der Betrieb der Atemschutzübungsanlage läuft seit Ende August im Regelbetrieb, wie Görig sagte. Sie werde rege durch die Feuerwehren genutzt. Seither wurden an 27 Tagen Termine für Streckendurchgänge angeboten, an denen 455 Feuerwehrleute ihren Durchgang absolviert haben. Die Planung für 2022 bietet an 40 Tagen die Möglichkeit zu Durchgängen. Für Feuerwehraktive gab es in der zweiten Jahreshälfte 37 Lehrgänge auf Kreisebene. Im nächsten Jahr sollen es 42 werden. Das Land hat Fördermittel für die Beschaffung von IT-Ausstattung für Online-Ausbildung bereitgestellt.

Im Rettungsdienst geht es voran, so Görig. Die Übergangsrettungswache in Freiensteinau wird umgebaut und ist bald nutzbar. Der Neubau der Rettungswache Herbstein ist so weit vorangeschritten, dass im ersten Quartal 2022 der Umzug in die neue Wache geplant ist. Der Neubau der Rettungswache Homberg wird voraussichtlich im ersten oder zweiten Quartal 2022 bezugsfertig sein.

Für den Katastrophenschutz wird derzeit ein flächendeckendes Sirenenkataster erstellt. Vom Bund gebe es ein Förderprogramm für Sirenen in Kommunen.

Aus dem Bereich Landwirtschaft berichtete Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak den Kreistagsmitgliedern, dass die Agrarreform der EU wohl zu Einkommensverlusten bei Landwirten führt. Bis 2030 sollen mit der neuen Agrarreform 30 Prozent der Agrarfläche in Deutschland ökologisch bewirtschaftet werden, aktuell sind es 10 Prozent. Im Vogelsbergkreis ist mit rund 24 Prozent ökologischem Landbau eine gute Basis gegeben. Allerdings könnte die Agrarreform Einkommensverluste, insbesondere für Biobauern, mit sich bringen. Denn die bisherige Greeningprämie entfällt. Ob die Umweltleistungen das ausgleichen ist unklar. So beklagen Ökoverbände, dass mit bis zu 20 Prozent Verlusten bei den Prämien zu rechnen ist. Positiv sieht es Mischak, dass Direktzahlungen und eine Ausgleichszulage vom Land fließen. Es werden an 1373 Betriebe rund 18,1 Mio. Euro an Direktzahlungen fließen. die Ausgleichszulage bringt 1079 Betrieben rund 2 Mio. Euro. In der HALM-Antragsannahme wurden 87 Grünlandextensivierungen, 99 Naturschutzfachliche Sonderleistungen und fünf Blühflächenanträge bearbeitet. Bei der Weidetierprämie für Schafe und Ziegen wurden 56 Anträge mit einer Gesamtfördersumme von 133 600 Euro bewilligt. Beim Herdenschutz für Schafe und Ziegen wurden insgesamt Anträge mit einer Fördersumme von insgesamt 37 000 Euro bewilligt.

Die Bestrebungen des Kreises, das Vulkanmassiv als Nationalen Geopark zum Anziehungspunkt für Besucher zu machen, kommen voran. So berichtete Mischak, dass die Internationale Jahrestagung der Fachsektion Geotope und Geoparks in Schotten stattgefunden hat. Fast 100 Tagungsteilnehmer, Aussteller und Gäste nahmen an der vom Nationalen Geopark ausgerichteten Veranstaltung teil. Für den Hoherodskopf soll im nächsten Jahr ein Konzept zur Lenkung der Besuchermassen aufgestellt werden.

Für das angestrebte Radwegekonzept wird eine Förderung beim Land beantragt. Mit einer Bewilligung rechnet Mischak frühestens im 1. Quartal 2022.

Im November gab es die erste Kulturplattform des Projektes »TraVogelsberg« in Lauterbach. Rund 90 Kulturinteressierte und Kulturaktive waren zum Kulturaustausch eingeladen. Ziel der Veranstaltungen ist die Vernetzung zwischen Kultur und Politik sowie der Kulturaktiven.

Auch interessant

Kommentare