Unbekannte haben auf der Blumenwiese ein frisch gepflanztes Bäumchen abgebrochen. FOTO: SF
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Unbekannte haben auf der Blumenwiese ein frisch gepflanztes Bäumchen abgebrochen. FOTO: SF

Randale auf der Blumenwiese

  • vonJutta Schuett-Frank
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Mücke-Flensungen(sf). Eine Blumenwiese kommt mit wenigen Eingriffen aus, sie ist robust und erscheint im Jahresverlauf in immer neuem Gewand. Es gibt viele Möglichkeiten, eine bunte Wiese in die Gartengestaltung einzubeziehen. Die Vorteile einer Blumenwiese liegen auf der Hand. Hier leuchtet es, es surrt und schwirrt: Nektar, Grünzeug, Sämereien satt. Auf einer Blumenwiese ist immer was los: Hummeln brummen, Bienen summen und Schmetterlinge flattern von Blüte zu Blüte. Doch die Blumenwiese ist nicht nur ein Ort des bunten Treibens und eine Augenweide, sie macht auch wesentlich weniger Arbeit als ein herkömmlicher Rasen. Viele sind deshalb bemüht, ein solches Biotop anzulegen.

So hat sich auch die Familie Deubel in Mücke-Flensungen an der Bahnschiene auf rund 10 000 Quadratmetern ein tolles Naturrefugium samt Blumen- und Streuobstwiese eingerichtet. Auch ein großes Insektenhotel wurde in Eigenleistung aufgestellt.

Müll im Nistkasten

Leider wird das Biotop gestört, weil zum Beispiel frei laufende Hunde die Wiese nutzen, Blumen werden abgeschnitten und die andere Saat zertrampelt. Die frisch gepflanzten Obstbäume sind auch nicht sicher. So wurde ein Apfelbäumchen einfach abgebrochen. "Mit blutet das Herz bei so viel Frevel auf meinem Grundstück", so der Besitzer und Pfleger Ralf Deubel. Die Blumen- und auch die Streuobstwiese werden von ihm regelmäßig bewässert.

Im vorderen Bereich des Grundstückes findet sich ein Teich, dort wird regelmäßig Müll von Unbekannten versenkt. Dort gibt es auch Sitzmöglichkeiten, welche Besucher nutzen. Es gibt aber keinen Mülleimer. So fand der Besitzer des angrenzenden Grundstücks ein Eistütenpapier im Einflugloch eines Nistkastens. Die Wiese bietet Lebensraum für viele Lebewesen. Unter diesen Lebewesen befinden sich auch viele Tiere, die der Mensch als Nützlinge einstuft. So wäre es schön, wenn die Menschen den Blumenreichtum und das schöne Stück Land genießen, statt es zu verwüsten.

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