Tagen in Zeiten von Corona: Christian Bolduan, Gerhold Balzer, Sascha Klohk, Heiko Stock und Thomas Weidemann erläutern Traudi Schlitt Konzept und Motivation von Lions Quest. FOTO: PM
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Tagen in Zeiten von Corona: Christian Bolduan, Gerhold Balzer, Sascha Klohk, Heiko Stock und Thomas Weidemann erläutern Traudi Schlitt Konzept und Motivation von Lions Quest. FOTO: PM

Probleme im Klassenverband besser lösen

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Alsfeld/Homberg(pm). Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene fit machen für ein erfülltes Leben, in dem Toleranz und Respekt, Selbstachtung und Selbstschutz sowie Verantwortung für die Gesellschaft und die Zukunft ihren Platz haben - das sind Ziele sowohl der Schulen als auch der Lions-Clubs. So haben die deutschen Clubs ein sogenanntes Lebenskompetenz- und Präventivprogramm ins Leben gerufen, das sie vor Ort, also direkt an die Schulen bringen.

Die Albert-Schweitzer-Schule ist seit einem Jahr Partner dieses Programms, dessen Einführung die Lions-Clubs Lauterbach und Alsfeld finanziell unterstützt haben. Nun trafen sich die Verantwortlichen zum Gespräch, es wurde in Zeiten von Corona zur Videokonferenz geladen. Daran nahmen auch Schulleiter Christian Bolduan und sein Stellvertreter Thomas Weidemann teil.

Die Alsfelder Lions waren mit ihrem derzeitigen Präsidenten Sascha Klohk, ihrem künftigen Präsidenten Heiko Stock und ihrem Zonenchairman im Bereich Alsfeld/Lauterbach/Hünfeld und Fulda, Gerhold Balzer, vertreten. Mit Beginn des letzten Schuljahres hatte Lions-Quest in den 5. Klassen des Gymnasiums gestartet. Zuvor war aus allen Klassenleitungsteams eine Lehrkraft geschult worden. Das Programm gibt Lehrern Methoden an die Hand, um Klassen zusammenzubringen, die in der Fünf neu zusammengesetzt werden, oder um schwierigen Situationen zu begegnen.

Doch auch ohne konkreten Anlass bieten die Maßnahmen, die vor allem in der Klassenlehrerstunde zur Anwendung kommen, viele Möglichkeiten, um Kinder und Jugendliche bei der Entwicklung ihrer Identität zu unterstützen, das Bewusstsein für fremde und eigene Gefühle zu stärken und Konfliktlösungs- und Kommunikationsfähigkeit zu fördern.

"Im ersten Jahr hat die Albert-Schweitzer-Schule damit sehr gute Erfahrungen gemacht", sind sich Bolduan und Weidemann einig: "Probleme im Klassenverband können besser gelöst werden, das Klima in der Klasse verbessert sich, die Kinder kommunizieren leichter", bestätigt Weidemann aus seiner Fünf.

"Ich könnte mir daher gut vorstellen, dass wir in jedem Schuljahr eine gewisse Anzahl an Lehrkräften qualifizieren und Lions-Quest sich für alle Altersklassen einsetzen lässt." Neben dem Programm für die 10- bis 14-Jährigen, das unter dem Motto "Erwachsen werden" läuft, gibt es auch das Angebot für die 15- bis 21-Jährigen. "Erwachsen handeln" heißt es und setzt Schwerpunkte in Identität und emotionaler Bildung.

Testlauf für Jüngere in Homberg

"Wir leben heute in einer Welt, in der Klassen aus verschiedenen Gründen viel heterogener sind, als wir das früher kannten. Darüber hinaus leiden Kinder und Jugendliche an einem Überangebot, besonders in den Medien. Sie unterliegen vielen Versuchungen und für sie ist Orientierung durch diese Fülle wirklich schwieriger als für die Generationen vor ihnen", erläutert Weidemann.

Dieser fügt hinzu, dass die Wirkung von Lions-Quest weit über den schulischen Alltag hinausgeht: "Man merkt, dass Kinder, die mit Lions-Quest-Methoden arbeiten, auch in anderen Umfeldern soziale und kommunikative Kompetenzen zeigen, beispielsweise in Vereinen oder Peergruppen." Dass das auch schon in früheren Jahren geht, unterstreicht Gerhold Balzer. Seine Enkel lernten bereits die Angebote für jüngere Kinder kennen: "Kindergarten Plus" und "Klasse 2000" für Kitas und Grundschulen werden derzeit schon in Homberg/Ohm eingesetzt. Von dieser Warte schätzt Balzer den Erfolg der Programme als sehr gut sichtbar ein. Heiko Stock: "Der Erfolg einer solchen Maßnahme steht und fällt natürlich mit den beteiligten Personen. Dass die Albert-Schweitzer-Schule so zufrieden mit den Ergebnissen ist, hängt demnach auch mit der hohen Kompetenz und dem Engagement der Lehrkräfte zusammen." Aus diesem Grund wäre dem Gymnasium daran gelegen, das Programm über dieses Schuljahr hinaus fortzusetzen, unterstreicht Schulleiter Bolduan. "Wir würden uns sehr freuen, wenn die Lions dieses Programm auch in diesem Jahr wieder finanziell unterstützen". "Wir könnten im Juni sogar Veranstaltungsort für die geplante Fortbildung sein", so Weidemann, der die Fortführung ebenso befürwortet. Wie Bolduan hofft auch er, dass diese in Zeiten wie diesen stattfinden kann - und das hängt ja nicht nur mit der Finanzierung zusammen.

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