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Spannend im wahrsten Sinne des Wortes: der Fachbereich Elektrotechnik mit einem Schaltkreis.

Paletten stapeln und Farbberatung

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Alsfeld (pm). Reinkommen, umschauen und sich über das Angebot der größten Schule im Kreis informieren. Ein zwangloser Rahmen für ein Kennenlernen der Max-Eyth-Schule bot sich, als sich die Europaschule dem interessierten Publikum mit ihrem Angebot präsentierte. Die Max-Eyth-Schule ist Fachschule, Abendhaupt- und Realschule, Berufsfachschule, Fachoberschule, Berufliches Gymnasium und bietet ein Berufsvorbereitungsjahr. Sie ist Berufsschule für verschiedene Richtungen aus Handwerk, Verwaltung, Ernährung, Technik und Gesundheitswesen und Ausbildungsplatz für Sozialassistenten und Maßschneider.

Als Europaschule hat sie ein Netz in viele Länder aufgebaut und Zugang zu Fördermaßnahmen - von beidem können die Schüler, Auszubildenden und Studierenden profitieren. Entsprechend groß ist das Interesse an den Angeboten der Schule, deutlich wurde dies an den Kennzeichen der Autos, die zum Tag der offenen Tür auf den Parkplätzen standen: Gießen, Friedberg, Fulda, Darmstadt, Kassel, Schwalm - von überall her kamen jungen Menschen mit ihren Familien.

Schon im Foyer herrschte buntes Treiben, nicht zuletzt, weil dort das Café Europa mit Spezialitäten der Partnerländer und ein Büfett zum Verweilen einlud. Es gab eine Modenschau und eine Ausstellung mit Kleidungsstücken der Maßschneiderinnen. Auf der Bühne im Erdgeschoss boten die Kurse Darstellendes Spiel eine Kostprobe ihres Könnens und es gab musikalische Darbietungen direkt aus der Schulgemeinde.

Auf den Gängen und in den Räumen des Hauptgebäudes präsentierten sich die einzelnen Fachbereiche, die in den verschiedenen Schulformen zu finden sind. Die IT-Experten standen interessierten Gäste Rede und Antwort und hatten zu Anschauungszwecken einen Computer aus den Anfängen der PC-Zeit mitgebracht.

"Wie viel Zucker ist wohl im Butterkeks und wie viel immer noch in der zuckerreduzierten Variante?" Die meisten Gäste kamen aus dem Staunen mehr heraus, als die Aufgaben lösten, die ihnen Schüler des Fachbereichs Ernährung mit den Wirtschafts- und Verwaltungsleuten stellten. Nebenan luden die angehenden Sozialassistenten und Heilerziehungspfleger ein, die eigenen Sinne zu testen. So hatten sie eine Reihe mit Riech- und Fühlproben angeordnet.

Maschinen mit 240 PS

Wer sich ein wenig verwöhnen lassen wollte, für den bot der Klangstuhl eine willkommene Abwechslung, dort massierten Klangwellen den Körper. Reaktionsfähigkeit, Koordination und Teamfähigkeit - all das boten die Studierenden im Fachbereich Gesundheit. Lebendig und modern präsentierten sich auch die Standardfächer, die Fremdsprachen und die Fachbereiche Mathematik und Physik.

Die Chemiker hatten zur "Chemical Showtime" eingeladen und ließen es im Labor krachen und blitzen, dass es eine wahre Freude war. Die Biologen gewährten Blicke durch die Mikroskope. Der Fachbereich Technik hatte Versuchsreihen aus den Gebieten der Elektrotechnik, der Pneumatik, und Mechanik aufgebaut und sie gaben Einblicke in das Zeichenprogramm "Inventor", mit dem in der Fachoberschule gearbeitet wird.

Die angehenden Maßschneiderinnen hatten in den Ateliers ihre Nähmaschinen angeworfen und halfen dabei, in kurzer Zeit kleine Täschchen zu nähen. Eine individuelle Farb- und Stilberatung hatten sie ebenfalls im Angebot. Die Karosserie- und Fahrzeugbauer hatten einen Parcours aufgebaut, der mithilfe eines großen Portalkrans absolviert werden musste. Sie ließen ihre Besucher mit einem Elektrogabelstapler Paletten stapeln, während sich die Lehrkräfte des Bereichs Land- und Baumaschinenmechatronik für die etwas lautere Variante entscheiden hatten. Maschinen mit 240 PS standen bereit und konnten angelassen werden, daneben alte Traktoren, auf denen eine kleine Ausfahrt in die Stadt möglich war.

In der Holzwerkstatt konnten sich die Besucher als Andenken ein CNC-unterstützt hergestelltes Werkstück mitnehmen, und wer sich verausgaben wollte, für den hatte der Fachbereich Sport Möglichkeiten zum Kistenklettern und Torwandschießen aufgebaut.

Viele der Schüler, Auszubildenden und Studierenden nahmen teil, präsentierten ihre Fachgebiete und informierten über ihre Ausbildung. "Wir hatten durchgängig Interessierte an allen Punkten", resümierte Schulleiter Friedhelm Walther am Nachmittag."

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