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Orkan »Zeynep« sorgt für längere Stromausfälle

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Orkan »Zeynep« sorgte in Teilen des OVAG-Versorgungsgebietes für Stromausfälle. © Red

Vogelsbergkreis (pm). Bereits ab vergangenen Dienstag informierte der Deutsche Wetterdienst, dass mehrere Schlechtwetterfronten mit orkanartigem Starkwind über großen Teilen von Deutschland zu erwarten seien. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag war die Wucht der Luftmassen dann zu spüren. Dabei blieb das Netz der OVAG jedoch von größeren Störungen verschont.

Lediglich Teile der Straßenbeleuchtung in Mockstadt (Wetteraukreis) und Gemünden-Rülfenrod waren von kurzzeitigen Ausfällen betroffen.

Der unmittelbar darauffolgende orkanartige Sturm führte am Freitagabend jedoch zu mehreren Einsatzstellen der ovag Netz GmbH. Größere Einsatzstellen waren vor allem im Bereich Atzenhain/Bleidenrod und Umgebung, Ulrichstein und Herbstein. Teilweise war die Stromversorgung eine Stunde lang unterbrochen.

Thomas Seipp, Abteilungsleiter für Bau und Betrieb der ovag Netz GmbH, erläutert den überwiegenden Teil der Störungsursachen: »Meist waren Äste, die in die Freileitungen des Mittelspannungsnetzes durch den Orkan getrieben wurden, die Ursache, zum Teil auch Bäume. Offensichtlich war ein Teil der Bäume durch den vorangegangenen Orkan bereits vorgeschädigt.

Hinzu ist wohl ein extrem feuchter Boden gekommen, der sich in diesem Jahr durch eine längere Frostperiode nicht stabilisiert hat. Dies schwächt die Standsicherheit der Baumbestände. Die bereitstehende Rufbereitschaft der ovag Netz GmbH konnte in den meisten Fällen bereits nach kurzer Zeit vor Ort oder aus der Ferne durch Netzumschaltungen die Energieversorgung in den betroffenen Bereichen wiederherstellen.

Bäume schon vorgeschädigt

»Dabei war die vorhandene technische Ausrüstung erneut ein Schlüssel zum Erfolg«, sagt Thomas Seipp. »Wir verfügen zum Beispiel auch am Standort Alsfeld über einen Unimog für schweres Gelände und haben zudem vor einigen Monaten einen unserer Kabelmesswagen dort stationiert. Dies verschafft uns eine maximale Flexibilität bei kurzen Reaktionszeiten auch für unsere Außenbezirke«.

Eine Sonderstellung bei den eingetretenen Störungen nimmt der Versorgungsbereich des Umspannwerkes in Lissberg (Ortenberg) ein. »Hier wurden uns von der Feuerwehr brennende Betriebsmittel im Bereich Konradsdorf gemeldet. Dies führte aus Sicherheitsgründen zu einer kurzzeitigen Abschaltung eines Transformators. Eine Überprüfung des Sachverhaltes vor Ort, hat dann jedoch eine Wiederzuschaltung kurzzeitig ermöglicht«.

Auch nach der Behebung der letzten Sturmschäden wird bei den Mitarbeitern der ovag Netz GmbH sicherlich nicht der Alltag einkehren. Die ersten Störche haben mit der Nistplatzsuche begonnen. Dabei scheinen Freileitungsmasten eine beliebte Herberge zu sein…

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