Jürgen Görnert, neuer Betriebsleiter Gastronomie am KKH, will Patienten und Besuchern einige Neuerungen bieten. FOTO: PM
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Jürgen Görnert, neuer Betriebsleiter Gastronomie am KKH, will Patienten und Besuchern einige Neuerungen bieten. FOTO: PM

Neuer Mann an den Töpfen

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Alsfeld(pm). Seit Kurzem ist für die Großküche am Alsfelder Kreiskrankenhaus (KKH) ein Neuer verantwortlich: Jürgen Görnert ist der neue Betriebsleiter Gastronomie. Der Gastronom wird seine vielseitige und langjährige berufliche Erfahrung am KKH einbringen. Allerdings mit Bedacht und Augenmaß, "schließlich muss ich mich an die Mitarbeiter gewöhnen, nicht andersherum", merkt er an. Er möchte ein gut laufendes System in Nuancen anpassen und verändern, ergänzt er.

Schon früh wusste Görnert, dass er Koch werden wollte. "Allerdings hat mir das Arbeitsschutzgesetz anfangs einen Strich durch die Rechnung gemacht", sagt der Koch. Er war zu jung, um bis spät abends in Restaurantküchen am Herd zu stehen. "Deswegen habe ich zuerst eine Ausbildung zum Fleischer gemacht und danach dann in einem Restaurant am Frankfurter Opernplatz Koch gelernt", berichtet Görnert. Danach wechselte er ins "Swissotel Rheinpark" in Düsseldorf, war dort im Spezialitätenrestaurant tätig und wurde früh Bereichsleiter "Gardemanager", der für die Zubereitung kalter Speisen zuständig ist. "Bis zu 5000 Personen haben wir dort im Tellerservice oder am Buffet verköstigt", sagt Görnert.

Nach einigen weiteren Stationen, beispielsweise als Personaldisponent in einem Konditoreibetrieb, als Alleinkoch, Einkaufsleiter und Leiter der Abendmensa für das Studentenwerk Gießen, Küchenleiter sowie im gastronomischen Handel, leitete er zuletzt zwei Kantinen in Wetzlar sowie in Lauterbach.

Der Schritt in die Betriebsverpflegung bedeutet für ihn angenehmere Arbeitszeiten. "Man hat weniger Stress, kann sehr gezielt planen und die Menüs anpassen", sagt Görnert. Trotzdem sei er immer auch in der Küche unterwegs, "50 Prozent Herd, 50 Prozent Planung und Vorbereitung", schätzt er. Doch gerade am Anfang sei der Planungsanteil etwas größer, da auch er sich auf die Abläufe und Prozesse einstellen müsse.

Die Anfangszeit ist aufgrund der Corona-Pandemie etwas ruhiger - die Kantine ist momentan nur für Mitarbeiter geöffnet, "aber wir stehen in den Startlöchern, bekochen täglich drei Schulen und zwei Kitas und bereiten täglich drei Mahlzeiten für die Menschen im KKH zu", führt er aus. In den ersten Wochen habe er sehr gute Resonanz bekommen. Nun könne er im noch etwas ruhigeren Betrieb neue Rezepturen kreieren. Dabei achtet er auf die Besonderheiten einer Krankenhausküche. Denn aus den Kreationen müssen sich Sonderformen ableiten lassen, die etwa für Diabetiker, laktose- oder fruktoseintolerante Menschen geeignet sind. Auch soll in Zukunft den Gästen ein warmes Frühstück zur Verfügung stehen, "außerdem werden ausgewählte Gerichte im Frontcooking-Bereich der Kantine direkt für die Gäste zubereitet." So könne man direkt die Wünsche der Kunden aufnehmen.

An kleinen Stellschrauben möchte der Koch drehen, um die Prozesse weiter zu verbessern und qualitativ hochwertige Gerichte für Gäste, Patienten und Mitarbeiter zu servieren, fasst Görnert abschließend zusammen.

Geschäftsführer Ingo Breitmeier freut sich über die erfahrene Verstärkung für das Gastronomie-Team: "Die unzähligen Mahlzeiten, die der neue Küchenchef bisher zubereitet hat, stellen einen großen Erfahrungsschatz dar, der sich in Qualität und Geschmack widerspiegelt", sagt Breitmeier.

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