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Ab Montag Umbau am Krebsbachwehr beim Erlenteich

Alsfeld (pm). Am Erlenteich in Alsfeld wurde vor einigen Jahrzehnten das Krebsbachwehr errichtet. Das soll nun mit Blick auf Fische und Wassertiere umgebaut werden.

Alsfeld (pm). Am Erlenteich in Alsfeld wurde vor einigen Jahrzehnten das Krebsbachwehr errichtet. Das soll nun mit Blick auf Fische und Wassertiere umgebaut werden. Es sollte durch den Umbau der Regulierung der verschiedenen Wasserläufe dienen und auch den Zulauf in den seitlichen Mühlgraben steuern, wie die Kreisverwaltung weiter mitteilt. Leider wurde mit diesem über 80 Zentimeter hohen Betonriegel aber auch ein Absturz quer in den Krebsbach gebaut, der es aufsteigenden Fischen und sonstigen Kleintieren unmöglich machte, im Gewässer zu wandern. Wie Kreisbeigeordneter Heinz Geißel mitteilt, soll diesem Missstand nun abgeholfen werden, indem eine "Fischwanderhilfe" eingebaut wird. Die Bauarbeiten sollen ab Montag, 29. Juni, beginnen.

Hergestellt wird ein trogähnlicher Betonkörper, der zueinander versetzte Kammern mit verschiedenen Wasserständen füllt. Damit wird eine Umgehungsmöglichkeit für den Betonabsturz geschaffen. Der Wasserstand zum Mühlgraben soll durch eine höhenverstellbare Schützanlage geregelt werden, die Treibgut möglichst in den Krebsbach ableiten soll. Dabei wird auch der Zulauf in den Erlenteich neu gestaltet.

Bauherr ist die Untere Naturschutzbehörde des Vogelsbergkreises, die zur Finanzierung der knapp 80 000 Euro teuren Baumaßnahme Mittel aus dem Naturschutzrechtlichen Ersatzgeld einsetzt. Geißel erläutert hierzu, dass im Zuge der Ausbauarbeiten an der Bahnstrecke im Jahr 2011, unter anderem bei Altenburg und Leusel, Kompensationsgelder erforderlich wurden. Seinerzeit hatte sich die Untere Naturschutzbehörde mit Stadt Alsfeld sowie Wasserbehörden aus Lauterbach und Gießen abgestimmt und zunächst einen Abschnitt der Schwalm an der Eisenbahnbrücke Altenburg renaturiert. Mit der Ausführung dieser Renaturierungsmaßnahmen in Fließgewässern unterstützt die Untere Naturschutzbehörde auch die Stadt Alsfeld bei der Verwirklichung der Ziele der Wasser-Rahmen-Richtlinie (WRRL). Die Bäche sollen naturnäher werden, wobei Hindernisse für Fische und andere Wassertiere beseitigt werden.

Der Umbau des Krebsbachwehrs ist mit Blick auf die Umgebung komplexer, deshalb hat ein Spezialbüro aus Kassel die Planung erstellt und eine Genehmigung eingeholt. Dabei wurden auch Anlieger sowie der Fischereiverein beteiligt, so die Mitteilung des Kreises. Mit der Stadt Alsfeld wurde eine Übergabevereinbarung geschlossen, damit das Bauwerk dann schlüsselfertig übernommen werden kann.

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