+
Melkroboter werden bei der HeLa ausgestellt. (Foto: jol)

Moderne Landtechnik ist Trumpf bei "HeLa 2.0"

Alsfeld (jol). "HeLa 2.0" klingt modern, fast sexy und zeigt, dass die Landwirtschaft aus dem Stall auf den Bühnen der Öffentlichkeit ankommen will. Dazu passt gut die Hessische Landwirtschaftsmesse in der Hessenhalle.

Diese zweite Auflage der Messe ist mit über 250 Ausstellern und über 11000 Quadratmetern Fläche im Wachstum begriffen. HeLa 2.0 war ein Schlagwort der Eröffnung dieser großen Landwirtschaftsschau. Sie hat am Samstag und Sonntag von 9.30 bis 18 Uhr geöffnet - Eintritt ist frei, interessant ist die Messe auch für Nicht-Bauern.

Am Freitag zur Eröffnung gelang einem Verbund von Volksbanken unter Führung der VR Bank HessenLand eine Überraschung, als Helmut Euler (Vorstandschef VR Bank HessenLand) einen Scheck über 15000 Euro an den Förderverein Landwirtschaftsschule Alsfeld überreichte. Davon sollen moderne Geräte und Hilfsmittel für den Unterricht gekauft werden, wie Andreas Kornmann für den Förderverein erläuterte.

Messechef Wigbert Hill betonte, dass bei einer solchen Messe das wichtigste sei, die Anforderungen der Aussteller zu erfüllen. Sonst werde sie nicht zum Erfolg, meinte er auch mit Blick auf seinen Nachfolger Christian Schmidt, der im März in Hills Büro einzieht. Schirmherr Friedhelm Schneider, Präsident des Hessischen Bauernverbands, erinnerte daran, dass die Rahmenbedingungen für Landwirte schwierig seien. Positiv sei, dass man mit den Grünen in der Landesregierung gut auskomme und Annäherung gebe es auch in Richtung SPD und Linke.

Landrat Manfred Görig freute sich über die erfolgreiche Messe, goss aber auch "Wasser in den Wein". Die Verbraucher seien kritischer denn je gegenüber der Landwirtschaft. Da sei eine solche Messe eine gute Gelegenheit zu zeigen, wie tiergerecht und schonend Landwirte heutzutage wirtschaften. Bürgermeister Stephan Paule verwies darauf, dass Landwirtschaft "Herz und Seele des ländlichen Raums" sei.

Melkroboter und großer Schlepper

Die HeLa nimmt bis Sonntag alle drei Hallen der Hessenhalle in Beschlag, dazu wurde ein geräumiges Zelt als vierte Halle aufgeschlagen. Im Außenbereich sind zudem einige Imbissstände, vor allem aber die Großgeräte für die Äcker zu finden. Das bietet auch für fachfremde Interessierte eine Möglichkeit, sich einen Einblick in die moderne Landwirtschaft zu erhalten. In den vier Messehallen fallen zuerst die großen Maschinen ins Auge, wie Schlepper, Anhänger, Miststreuer, Lader, Stapler und Erntemaschinen. Wer sich dann noch über moderne Stalltechnik informieren will, dem werden die Melkroboter für den Kuhstall gefallen.

Futter- und Düngemittel wechseln sich mit geländegängigen Kleintransportern ab, informiert wird über vollautomatische Geräte für den Stall. Für Insider sind Software für Betriebe, Fachinfos zu Bodenbearbeitung, Stall und Büroarbeiten von Nutzen.

Nebenbei kann man Schnäpse kosten, Würste und Schaumküsse kaufen. Das Messecafé ist in der "Alm" untergebracht. Das ist eine Hessenhallen-eigene Gastronomie-Ecke im Stil des Bayernlandes. Die Bedienung in karierten Hemd oder Dirndl und passende Klänge des Alleinunterhalters unterstreichen den alpinen Charme.

Sympathisch: Die Hessenhalle verfügt über einen großen Parkplatz, das Abstellen des Wagens ist kostenlos.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare