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Linke/Klimaliste: Ohne Holz heizen

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Vogelsbergkreis (pm). Um die Klimaziele zu erreichen, sind global und lokal große Anstrengungen nötig. Vor diesem Hintergrund sei es richtig, dass der Kreis das Ziel hat, alle kreiseigenen Gebäude auf die Nutzung regenerativer Energien umzustellen, heißt es in einer Pressemitteilung der Kreistagsfraktion Die Linke/Klimaliste, die sich mit dem Problem der Wärmeerzeugung mit Holz beschäftigt.

Auf den ersten Blick sei das Heizen mit Holz fürs Klima eine gute Sache: Denn beim Verbrennen werde nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Bäume gebunden hätten. Allerdings emittiere der Rauch eines Holzfeuers Feinstaub und Stickoxide sowie belastende Produkte unvollständiger Verbrennung. Fachleute empfehlen deswegen, alternative Energieträger zu nutzen oder die Heizanlagen mit entsprechenden Filtern auszustatten.

Das Umweltbundesamt rate, künftig darauf zu verzichten, Holz zu verheizen. Mittlerweile komme aus den Schornsteinen der Kaminöfen mehr Feinstaub als aus den Auspuffrohren der Autos. Als Alternative zur Wärmeerzeugung mit Holz kämen Geothermie und Solarthermie und vor allem die Nutzung von Wärmepumpen, die ihren elektrischen Strom durch PV-Anlagen oder ökologisch beziehen können, infrage. Die Kreisverwaltung solle deshalb von Projekten der Wärmeerzeugung mit Holz Abstand nehmen.

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