"Lesen als Lebensqualität" gilt es zu erhalten

Alsfeld (AZ). "Lesen ist Lebensqualität, wir kämpfen dafür, diese Lebensqualität zu erhalten", sagte Peter Dörge am Dienstag in seiner Ansprache zur Gründung des Fördervereins der Stadtbücherei. Dieser war im November 2008 aufgrund der schlechten Haushaltssituation der Stadt Alsfeld gegründet worden.

Alsfeld (AZ). "Lesen ist Lebensqualität, wir kämpfen dafür, diese Lebensqualität zu erhalten", sagte Peter Dörge am Dienstag in seiner Ansprache zur Gründung des Fördervereins der Stadtbücherei. Dieser war im November 2008 aufgrund der schlechten Haushaltssituation der Stadt Alsfeld gegründet worden. Der erste Vorsitzende hoffte nicht nur auf die Unterstützung aller Fraktionen und des Magistrats, sondern auch auf das persönliche Engagement vieler Freiwilliger. "Wir wollen kein Verein sein, bei dem man jährlich den Mitgliedsbeitrag abgebucht bekommt und sonst nichts mehr von uns hört, nein, wir wollen ein aktiver Verein sein und in ständigem Kontakt miteinander stehen", sagte Dörge zu den rund 30 Interessierten, die gekommen waren. Mit 500 Mitgliedern wäre er zufrieden, scherzte das Gründungsmitglied, aber es komme auf jeden Einzelnen an. Er und die anderen neun Gründungsmitglieder veranstalteten am Dienstagabend im "Marktcafé" einen Informationsabend zur Arbeit des Fördervereins. Zum Schluss bestand außerdem die Möglichkeit, sich in die von Christina Jahn (Leiterin der Stadtbücherei) vorgestellten Arbeitsgruppen einzutragen. Am Ende der Veranstaltung hatte sich die Mitgliederzahl von neun auf 23 mehr als verdoppelt.

Der Förderverein war am 27. November 2008 von Peter Dörge, Bärbel Haltenhof, Ralf Steinbrecher, Konrad Rüssel, Rudolf Jahn und fünf weiteren Engagierten gegründet worden, da die Stadtbücherei stark unter der angespanntebn Haushaltssituation der Stadt zu leiden hatte. Zur Erhaltung der Bücherei seien sowohl finanzielle Mittel als auch persönlicher Einsatz nötig. Man sei außerdem mit allen Fraktionen im Gespräch und Bürgermeister Becker sowie Jürgen Udo Pfeiffer (SPD) hätten bereits Mitgliedsanträge gestellt. Man stelle sich die Arbeit des Fördervereins so vor, dass man die Angestellten der Stadtbücherei unterstützt. Außerdem wolle man eine vernünftige Öffentlichkeitsarbeit auf die Beine stellen. Auch sei man dabei den Status, der Gemeinnützigkeit zu erreichen und versuche, Fördermittel zu erhalten. Um diese Ziele zu erreichen, will man Arbeitsgruppen gründen. Christina Jahn, die Leiterin der Stadtbücherei, erklärte in einem kurzen Vortrag die Notwendigkeit der Arbeitsgruppen und welche Tätigkeiten dort verrichtet werden.

Neben der Thekenarbeit, Tätigkeit in der Bücherei, der Ordnung und Erschließung des Medienbestandes, dem Einarbeiten und Reparieren der Medien, dem Bücherflohmarkt, der Öffentlichkeitsarbeit und dem jahreszeitlichen Ausgestalten der Bibliothek wurde besonders die Tätigkeit "Projekte mitbetreuen" vorgestellt.

Seit einigen Jahren zum Beispiel stehe man in ständiger Kooperation mit der Geschwister-Scholl-Schule, mit der man in einigen Haupt- und Realschulklassen das so genannte Methodentraining durchführe. Dieses bestehe aus dem Erschließen von Texten durch Lösen von Aufgaben und einer Führung durch die Bücherei. Außerdem plane man eine Seniorenbetreuung, die eventuell einen Fahrdienst zu älteren Menschen, welche die Bibliothek nicht mehr alleine aufsuchen können, beinhalten soll. Ein weiteres wichtiges Projekt sei die Leseförderung im Kindergarten. Am 10. Mai werde außerdem der "Tag der Literatur" mit Vorstellung der Alsfelder Literaten in Zusammenarbeit mit hr2 stattfinden. Jahn wünschte allen Beteiligten Spaß und versichterte, dass die Arbeit in der Realität "viel interessanter ist, als es sich im Moment anhört".

Der jährliche Mitgliedsbeitrag für Erwachsene beträgt 48 Euro und für Schüler, Jugendliche und Studenten 24 Euro. Da der Förderverein ehrenamtlich arbeitet, würden keine Spenden in "Gehältern verschwinden", betonte Dörge. Außerdem seien Spendenquittungen möglich. Neben den 14 an diesem Abend geworbenen Mitgliedern werden weitere Freiwillige gesucht. Interessierte können sich an die zweite Vorsitzende, Bärbel Haltenhof, oder an ein anderes Gründungsmitglied wenden. Haltenhof ist unter der Telefonnummer 0 66 31/91 18 19 20 zu erreichen.

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