Aus Laster auf der Autobahn trat Natriumfluorid aus

Alsfeld (pwr). Gefahrgut trat am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr aus einem Lastwagen auf der A 5 bei Alsfeld aus. Bei dem Gefahrgut handelte es sich um Natriumfluorid.

Alsfeld (pwr). Gefahrgut trat am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr aus einem Lastwagen auf der A 5 bei Alsfeld aus. Bei dem Gefahrgut handelte es sich um Natriumfluorid. Der weiß bis grünliche Feststoff verursacht schwere Reizungen der Haut und Augen und entwickelt bei Berührung mit Säure sehr giftige Gase. Natriumfluorid wird meist als Holzschutzmittel oder zum Konservieren von Klebstoffen eingesetzt, aber auch in der Metallindustrie als Flussmittel und Schlackenzusatz. Rund zwei Liter wurden laut Polizeiangaben in flüssiger Form freigesetzt. Der Lastwagen hatte insgesamt fünf Tonnen festes Granulat mit Versatzbauschutt geladen. Zu dem Vorfall kam es zwischen der Anschlussstelle Alsfeld-Ost und dem Hattenbacher Dreieck in Höhe des Parkplatzes Eifa.

Der Lastwagen war von Frankfurt am Main zu einer Sonderabfalldeponie in Sondershausen (Thüringen) unterwegs. "Der erfahrene Fahrer des Lastwagens bemerkte während der Fahrt, wie kleine Spritzer an Flüssigkeit aus der Kippmulde austraten und fuhr deshalb den Parkplatz an", teilte Polizeipressesprecher Manfred Knoch mit. Die Feuerwehr Alsfeld war mit zwölf Einsatzkräften und vier Fahrzeugen vor Ort, darunter der Gerätewagen Gefahrgut.

Die Feuerwehrleute "erkundeten" des Gefahrgut in dem mit einer Plane abgedeckten Kippmulder und sicherten den Container mit einem Unterstellbehälter gegen weiteren Austritt der Flüssigkeit.

Ziel war eine Deponie in Thüringen

"Normalerweise handelt es sich um einen festen Stoff, wie sich die Substanz verflüssigte, ist noch völlig unklar", teilte Feuerwehrpressesprecher Hans-Joachim Röhrig mit. Da es sich um ein Salz handelt, vermutete er jedoch, dass die heißen Temperaturen, verbunden mit der hohen Luftfeuchtigkeit, eine Reaktion verursachten. Eine Überprüfung durch Fachleute der alarmierten Feuerwehr aus Alsfeld ergab, dass aufgrund der geringen Menge an ausgetretenem Gefahrgut keine Gefahr für die Umwelt bestand. Eine Spezialfirma saugte die Ladung vorsichthalber mit einem Tankwagen ab und transportierte den Stoff weiter. Der Parkplatz Eifa wurde von der Polizei für diese Maßnahme vorsichtshalber voll gesperrt und konnte nicht angefahren werden. Weiter wurde eine Rundfunkwarnmeldung wegen des Verdachts des Gefahrgutaustritts für die Autofahrer auf der A5 veranlasst mit dem vorsorglichen Zusatz beim Vorbeifahren an dem Parkplatz die Fenster geschlossen zu halten.

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