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Die Flüchtlinge haben die Notunterkünfte verlassen, aber sie haben etwas Positives hinterlassen: "I love you German" – Ich liebe dich Deutscher (oder ist Deutschland gemeint?) lautet das etwas ungelenk handgemalte Poster an einer zurückgebliebenen Absperrgitter. Offenbar haben die vielen Helfer einen guten Job gemacht.

Landrat besichtigt Großsporthalle nach Auszug der Flüchtlinge

Alsfeld (jol). Ein paar Besen schwingende Kinder und die Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes waren noch zwischen den mit stabilen Folien verhängten Abteilen in der Halle unterwegs, ansonsten erinnerten nur einige große Müllsäcke und gestapelte Feldbetten daran, dass dort noch vor Kurzem über 300 Flüchtlinge Platz fanden.

Am Dienstag verließen die letzten Bewohner die Notunterkunft in der Großsporthalle Alsfeld. Zuletzt waren noch 122 Menschen in der Sporthalle untergebracht, hieß es. Sie wurden nun mit Bussen nach Stadtallendorf befördert.

Kaum Schäden festgestellt

Jedenfalls hat der Vogelsbergkreis seine Sporthallen wieder, am Montag wurde in Lauterbach geräumt, am Dienstag in Alsfeld und heute sollen die Hallen in Homberg und Nieder-Ohmen wieder frei werden. Am Dienstag verschaffte sich Landrat Manfred Görig mit einigen Mitarbeitern der Verwaltung einen Überblick über die Lage nach dem Auszug der Interimsbewohner. Und er war recht zufrieden, offenbar sind kaum Schäden entstanden. Ein paar Löcher im Schwingboden müssen verklebt werden, dort waren einige der Trennwände verankert, die für minimale Privatsphäre in der Großsporthalle gesorgt haben. Görig wies besonders auf den großen Einsatz der DRK-Mitarbeiter, vo Regierungspräsidium und Kreis hin, die sich mit der Unterbringung der Flüchtlinge viel Mühe gegeben hätten. Ihnen und den Ehrenamtlichen sei es zu verdanken, dass es kaum Probleme in den Notunterkünften gegeben habe, auch wenn dort viele Menschen auf engem Raum zusammengepfercht gewesen seien.

Nun ist der Landrat froh, dass in den vier Hallen bald wieder der Ball rollen kann. Erst machen Fachleute eine Bestandsaufnahme, die Kosten der Reparaturen trägt das Land. Der Koordinator für Flüchtlingshilfe in Alsfeld, Heinrich Muhl, regte an, die Hilfsangebote über den Kreis bei Flüchtlingen bekannter zu machen. Bislang sei Kontaktaufnahme Zufallssache.

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