Kreiskrankenhaus Alsfeld fördert junge Mediziner

Alsfeld (pm). Neue Wege geht das Alsfelder Kreiskrankenhaus, um dem für die Zukunft gefürchteten Ärztemangel in ländlichen Regionen entgegenzuwirken.

Alsfeld (pm). Neue Wege geht das Alsfelder Kreiskrankenhaus, um dem für die Zukunft gefürchteten Ärztemangel in ländlichen Regionen entgegenzuwirken. Die Kreiskrankenhaus in Alsfeld GmbH verlässt sich nicht mehr alleine auf Universitäten, sondern beteiligt sich nun aktiver an der Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses - in Form von Hospitationen und Beschäftigungsverhältnissen, vor allem aber durch die neu eingeführte Stipendienvergaben an Medizinstudentinnen und -studenten. Bisher hat das Kreiskrankenhaus Alsfeld die zukünftigen Ärzte erst als Assistenzärzte von den Universitäten aufgenommen, die Ausbildung im Haus begonnen bzw. fortgeführt und später die Facharztausbildung ermöglicht.

Neuerdings können Medizinstudenten schon vor der Assistenzzeit Praxiserfahrungen im Alsfelder Krankenhaus machen. Ein System, das an einer duale Ausbildungsform angelehnt ist, mit der das Kreiskrankenhaus durch seine angliederte Krankenpflegeschule schon Erfahrungen gemacht hat. Drei Möglichkeiten bietet das Kreiskrankenhaus seit 1.

Januar an: Einen praktischen "Einstieg in den Operationsaal" als Nebenverdienstmöglichkeit, einen "Einblick in den Klinikalltag" als Beschäftigungsangebot sowie eine "Studiumsförderung" durch die Vergabe von jährlich drei Förderplätzen im Kreiskrankenhaus Alsfeld. Die Förderplätze sieht das Krabkenhaus für die Zukunft der Ärzteversorgung als entscheidend an.

Der "Einstieg in den OP" ist mehr als eine Nebenverdienstmöglichkeit für Medizinstudenten, vielmehr lernen sie als Assistenten bei größeren Eingriffen "Haken halten". So gewinnen sie Einblicke in die OP-Praxis der Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie, die in Alsfeld mit modernsten OP-Techniken arbeitet. Diese Assistenten profitieren durch die Beobachtung erfahrener Chirurgen bei Operationen wie Hüft-, Knie- und Schulterersatz, Wirbelsäulen-OPs oder bei Gallenblasenentfernungen und Blinddarm-OP.

"Einblick in den Klinikalltag" ergänzt den vorgeschriebenen Klinischen Teil des Studiums. Ziel ist es, künftigen Krankenhausärzten einen Blick über die Schulter der Stationsärzte zu gewähren und eine Unterstützung für die stark belasteten Ärzte im Haus zu erhalten.

In den studienfreien Zeiten oder auch an einzelnen Tagen während des Studiums können Medizinstudenten die Ärzte bei Visiten begleiten, Arztbriefe erstellen oder kleine Verrichtungen wie Bluentnahmen übernehmen - für die Ärzte im Haus eine Entlastung, für die Studenten ein wertvoller Einblick in den Klinikalltag. Die beiden Beschäftigungsmöglichkeiten für Studenten werden auf Stundenbasis vergütet.

Ausgewählten Medizinstudentinnen und -studenten bietet das Kreiskrankenhaus eine monatlich Unterstützung an - Förderplätze. Drei Förderplätze vergibt das Krankenhaus in diesem Jahr, verbunden mit der anschließenden Übernahme in ein Beschäftigungsverhältnis nach erfolgreichem Studienabschluss. "Unser Ziel ist es, Medizinstudenten in ihrer Ausbildung zu fördern und gleichermaßen sie für unser Krankenhaus und die Region zu gewinnen", erläutert Hans-Werner Müller.

Der Verwaltungsleiter des Alsfelder Kreiskrankenhaus ist mit Geschäftsführer Henner Häfner und den Chefärzten stets bemüht, auf allen Ebenen des Hauses qualifizierte Mitarbeiter einzusetzen, kompetente Teams zu bilden und das Haus auf die immer größer werdenden Ansprüche und Herausforderungen vorzubereiten. "Durch die Beschäftigungsangebote und die Förderplätze haben wir schon frühzeitig die Möglichkeit, zukünftige Ärzte für unser Haus auszubilden, sie auf den Alltag hier vorzubereiten und vor allem eine frühzeitige Bindung einzugehen, so dass wir hoffentlich die Zeit des Ärztemangels besser überstehen, wie mancher Mitstreiter dies tun wird", so Müller zu den weiteren Hintergründen des Angebotes an Studenten.

Ende Januar wird Müller mit Unterstützung von derzeitigen Assistenzärzten des Hauses offensiv in die "Werbung" für ihr neues Förderprogramm gehen: "Wir werden wieder am Regionalkongress für Ärzte und Studenten in Frankfurt teilnehmen und Medizinstudierenden unser Angebot vorstellen - und hoffen natürlich, es wird gut angenommen."

Nähere Informationen zu den neuen Angeboten des Kreiskrankenhauses Alsfeld an Medizinstudenten können telefonisch oder per eMail erfragt werden. Kontakt: Kreiskrankenhaus des Vogelsbergkreises in Alsfeld GmbH, Hans-Werner Müller, Telefon 06631-981121 oder E-Mail info@kreiskrankenhaus-alsfeld.de

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