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Der Alsfelder Konzertchor und das Alsfelder Kammerorchester begeisterten in der Christ-König-Kirche. (Foto: mag)

Konzertchor und Orchester mit freudiger Musik zum Fest

Alsfeld (mag). Ob solistisch, kammermusikalisch oder mit Chor und Orchester – die "Abendmusik im Advent", die die Kulturgemeinde Alsfeld in der Christ-König-Kirche veranstaltete, begeisterte mit starken Beiträgen und schöner Atmosphäre.

Es musizierten der Alsfelder Konzertchor und das Alsfelder Kammerorchester sowie die Instrumentalsolisten Henrik Schlitt (Orgel), Roland von Tenspolde (Flöte) und Anna Schüßler (Cembalo).

Thomas Walter, der sonst den Alsfelder Konzertchor leitet, wurde von Daniel Schuch würdig vertreten. Am Pult des Kammerorchesters stand, wie immer, Volker Tost. Organist Henrik Schlitt eröffnete das Konzert feierlich mit dem ersten Satz aus der Triosonate in Es-Dur, BWV 525 von Johann Sebastian Bach. Der Konzertchor bestritt seinen ersten Block mit swingenden Liedern, wobei das zweite besonders gelungen war: "Deep River" gefiel mit seiner Ruhe und seiner spirituellen Aura.

Beim Alsfelder Kammerorchester überzeugte das Zusammenspiel rundum. Da war nichts mehr davon zu spüren, dass die Musiker vor einigen Monaten personelle Probleme hatten und sich neu zusammenfinden mussten. Die neuen Musiker waren bestens auf die anderen eingespielt, und es gelang vollkommen mühelos, mit der Ouverture in h-moll, BWV 1067 von Johann Sebastian Bach ein mehrsätziges und recht umfangreiches Werk aufzuführen. Auch das Zusammenspiel mit Solist Roland von Tenspolde stimmte. Der letzte Satz des Werks, die Badinerie, gehört zu Johann Sebastian Bachs schönsten Ohrwürmern.

Begeisterndes "Magnificat"

Mit deutschsprachigen Weihnachtsliedern gestaltete der Konzertchor seinen zweiten Block im Programm. "Weihnachtslied" aus "Ein neues Gebot" hatte eine große Warmherzigkeit im Ausdruck und begeisterte zudem mit den Kontrasten in der Lautstärke, die der Chor wunderbar nachzeichnete. Das Ergebnis hatte eine äußerst festliche Stimmung. Kein bisschen zu schwer war dem Chor auch der polyphone und ausgefeilte Satz von "Maria durch ein Dornwald ging" von Udo Baake. Schlicht und weitgehend homophon war dagegen der Satz von "Schlaf wohl, du Himmelsknabe", und auch das hatte eine großartige Wirkung.

Im Duo mit Anna Schüßler am Cembalo spielte Roland von Tenspolde die Sonate in F-Dur für Flöte und Cembalo von Georg Friedrich Händel. Auch hier war es grandios, wie ein umfangreiches Werk mit einem ebenso präzisen wie lebendigen Zusammenspiel umgesetzt wurde – dementsprechend gab es dafür besonders herzlichen Applaus.

Mit "Sehet, welch eine Liebe" von Albert Becker und "Gloria tibi, Domine" von Urmas Sisask war ein letztes Mal der Konzertchor mit A-Cappella-Sätzen an der Reihe. Beim zweiten Stück dieses Blocks war die Interpretation besonders energetisch, wobei der Chors mit Kontrasten arbeitete und so dafür sorgte, dass die kraftvollen Momente umso stärker wirkten.

Konzertchor und Kammerorchester bestritten unter der Leitung von Volker Tost gemeinsam das Finale des Konzerts. Bei Johann Pachelbels "Magnificat" begeisterte das Zusammenwirken auch dieser beiden Formationen, das Ergebnis war eine feierliche, freudige Musik. Auch hierfür war der Beifall zu Recht besonders groß.

Artur Seelbach dankte im Namen der Kulturgemeinde Alsfeld allen Beteiligten des Konzerts vor und hinter den Kulissen, die "einen großen Teil ihrer Freizeit" in die Vorbereitung der Veranstaltung investiert hätten. Sein Dank galt außerdem der katholischen Kirchengemeinde. Dekan Jerzy Dmytruk hatte am Anfang nicht zu viel versprochen, als er ein anspruchsvolles und begeisterndes Programm angekündigt hatte.

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