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Kindertagesstätten mit Lolli-Tests

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Von: Kerstin Schneider

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Auch in den heimischen Kitas werden die sogenannten Lolli-Tests genutzt. © DPA

Vogelsbergkreis (ks). Auch in den Kindertageseinrichtungen in der Region werden seit kurzem die sogenannten Corona-Laien-Schnelltests angeboten. Das ergab eine Nachfrage in Verwaltungen. Zunächst hatten die Gemeindeverwaltungen bei den Eltern das Interesse abgefragt. Die Kitas geben die sogenannten Lolli-Tests an die Eltern aus, die Tests sollten dann vor dem Frühstück zu Hause von den Eltern durchgeführt werden.

Die Eltern sollen die Ergebnisse der Testungen ähnlich wie in den Schulen in einem Testheft dokumentieren.

Der Gemündener Bürgermeister Lothar Bott berichtete, man habe den ganzen Januar hindurch getestet. Auf Wunsch von Eltern hatte man sich nach einer Umfrage zur Anschaffung der Lolli-Tests entschlossen, als sich nach den Weihnachtsferien die rasant steigenden Infektionszahlen abzeichnenten. Bisher habe man glücklicherweise keinen größeren Ausbruch gehabt, so Bott, der darauf verwies, »wie wichtig die Impfung ist«. Leider sähen das nicht alle so. So hatten Unbekannte an einem Zaun direkt gegenüber der Kindertagesstätte in Nieder-Gemünden ein Schild aufgehängt, auf dem zu lesen war: »Lolli-Tests sind krebserregend,« Demgegenüber verweist Bott auf Fakten, wonach diese Behauptung längst widerlegt wurde.

Weil das Land nur die Hälfte der Kosten übernimmt, zahlt die Gemeinde die andere Hälfte in Höhe von 3500 Euro für die Lolli-Tests. Lolli-Tests finden auch in den Kitas der Gemeinde Mücke zweimal die Woche statt, freiwillig und zu Hause, die Durchführung vor Ort wäre laut Bürgermeister Andreas Sommer schwierig. Dabei zeigte sich, dass einige Kinder, die vermeintlich infiziert waren, es gar nicht waren, wie sich beim PCR-Test heraustellte. Denn Zähneputzen oder der Konsum bestimmter Speisen können das Ergebnis des Lolli-Tests verfälschen.

Lage kann sich schnell ändern

Natürlich hält auch Sommer den Atem an, denn eine Separierung der Kinder in den Kitas ist kaum möglich. »Das fängt schon damit an, dass wir nur einen Schlafsaal haben.« Es gab auch Fälle von infizierten Mitarbeiterinnen, aber bisher habe man die Lage beherrschen können. »Wir haben auch gut eingekauft, was Schutzvorkehrungen angeht, haben etwa Co2-Ampeln.«

In Homberg sei die Lage in den Kitas ebenfalls noch entspannt, berichtet der Erste Stadtrat Michael Rotter. Auch dort wurde die Lolli-Tests angeschafft und ausgegeben. »Im Moment ist es ruhig, aber das kann sich wegen Omikron von jetzt auf gleich ändern. Wir haben auf alle Fälle einen Notfallplan in der Schublade.«

In Romrod war aufgrund von Krankheitsfällen beim Kita-Personal diese Woche nur eine Notbetreuung möglich. So wurden die ersten 25 Eltern, die am Montagmorgen zur Kita kamen und eine Arbeitgeberbescheinigung, dass sie die Betreuung brauchen, und einen negativen Test für ihr Kind vorlegten, angenommen. Dieser Platzanspruch gilt für die ganze Woche.

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