"Keine Abstimmung zu Leitstelle"

Alsfeld (pm). Nicht lange auf sich warten ließ die Reaktion des Alsfelder Bürgermeisters Ralf A. Becker auf die Ankündigung von Landrat Rudolf Marx, die Leitstelle der Rettungsdienste von Alsfeld nach Lauterbach zu verlagern. "Für mich ist nicht nachvollziehbar, dass meine wiederholten Bitten um eine Abstimmung der Raumbedarfe von Landrat Marx nicht aufgegriffen worden sind", teilte Becker mit

Alsfeld (pm). Nicht lange auf sich warten ließ die Reaktion des Alsfelder Bürgermeisters Ralf A. Becker auf die Ankündigung von Landrat Rudolf Marx, die Leitstelle der Rettungsdienste von Alsfeld nach Lauterbach zu verlagern. "Für mich ist nicht nachvollziehbar, dass meine wiederholten Bitten um eine Abstimmung der Raumbedarfe von Landrat Marx nicht aufgegriffen worden sind", teilte Becker mit, der kein Verständnis für die seitens des Landrates beabsichtigte Entscheidung für den Standort Lauterbach hat.

"Ich halte es für einen ausgesprochen schlechten Stil, die Stadt Alsfeld in dieser Art und Weise vor vollendete Tatsachen stellen zu wollen, ohne das aus meiner Sicht zwingend erforderliche Abstimmungsgespräch geführt zu haben."

Becker sieht die Entscheidung im Hinblick auf den künftigen Standort der Leitstelle jedoch als noch keineswegs gefallen: "Ich hoffe sehr, dass die Kreistagsabgeordneten ihre Entscheidung nicht fällen werden, ohne eine in die Tiefe gehende Diskussion zu diesem Thema. Bislang jedenfalls hatte der Landrat den Kreistagsabgeordneten keine zur Entscheidung ausreichenden Informationen zur Verfügung gestellt".

Bei dieser Diskussion müsse laut Bürgermeister Becker auch eine völlig neue Ausgangssituation berücksichtigt werden, über die das Alsfelder Stadtoberhaupt den Landrat in einem Telefax bereits vor einigen Tagen informiert habe: "Voraussichtlich können wir den Raumbedarf für ein Katastrophenschutzzentrum "An der Au" durch diese neue Entwicklung weit einfacher und kostengünstiger realisieren, als bislang gedacht. Ich bin mir sicher, dass diese neuen Gesichtspunkte noch überhaupt nicht seitens des Landrats beachtet worden sind". Auch dieses jüngste Telefax sei, wie mehrere Schreiben zuvor auch, laut Bürgermeister Ralf A. Becker seitens des Landrates unbeantwortet geblieben.

Das nunmehr von Landrat Marx zugunsten des Standorts Lauterbach angeführte angebliche Argument des einsatztaktischen Vorteils sieht Becker als vorgeschoben: "Was Landrat Marx da an Argumenten pro Lauterbach anführt, ist doch schon seit Jahren bekannt. Dennoch hat sich der Landrat noch bis zur Wahl des Alsfelder Bürgermeisters immer für den Standort Alsfeld ausgesprochen".

Die vollkommene Kehrtwende des Landrats lasse den Verdacht aufkommen, dass in Wahrheit keine sachlichen, sondern politische Gründe den Ausschlag für das Vorpreschen pro Standort Lauterbach gegeben habe.

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