Jugendarbeit ist bis 2014 sicher

Alsfeld (aaz/rs). Durch eine Vertragsverlängerung zwischen dem Evangelischen Dekanat Alsfeld und dem Vogelsbergkreis am Montag ist die Finanzierung der "Schulbezogenen Jugendarbeit" bis zum Januar 2014 sicher gestellt.

Alsfeld (aaz/rs). Durch eine Vertragsverlängerung zwischen dem Evangelischen Dekanat Alsfeld und dem Vogelsbergkreis am Montag ist die Finanzierung der "Schulbezogenen Jugendarbeit" bis zum Januar 2014 sicher gestellt. Bei der Vertragsunterzeichnung mit Landrat Rudolf Marx zeigten sich die Kirchenvertreter Präses Horst Schopbach und Dekan Dr. Jürgen Sauer sehr zufrieden, dass der Kreis zudem für einen Anteil der Stadt Alsfeld in Gänze einspringt. Die bekannten finanziellen Probleme der Stadt hatten dazu geführt, dass Alsfeld bei den Sachkosten ein Drittel von 20 500 Euro nicht mehr übernehmen konnte. Diesen Betrag schultert der Kreis nun in Gänze. Allerdings waren die Kirchenvertreter auch sehr zufrieden, dass die Stadt Alsfeld das Projekt durch eine andere Vereinbarung weiterhin mit 50 000 Euro unterstützt.

Insgesamt entstehen durch das Projekt jährlich Kosten von rund 185 000 Euro. Neben den erwähnten Zuschüssen trägt die Landeskirche einen erheblichen Anteil, zudem versucht die kirchliche Einrichtung vor Ort einen Anteil zu erwirtschaften.

Nach Angaben von Präses Schopbach zeigt die jetzt dritte Vertragsverlängerung, dass sich das 2001 initiierte Projekt mittlerweile bewährt habe. Die Kirche habe frühzeitig erkannt, dass Jugendarbeit in Alsfeld mit seinen täglich 7000 bis 8000 Schülern konsequent angegangen werden müsse. Es gelte mangelnde Freizeitangebote auszugleichen und auf die Gefährdung der Jugendlichen durch Drogen und Gewalt sowie fehlende Ausbildungs- und Arbeitsstellen zu reagieren. Weil das Projekt nicht alleine von der Kirche habe finanziert werden können, sei es sehr wichtig gewesen, die Stadt und den Kreis mit ins Boot zu holen, sagte Präses Schopbach.

Landrat Marx maß der schulbezogenen Jugendarbeit eine große Bedeutung bei, und wies darauf hin, dass man ein ähnlich gelagertes Projekt in Schotten ebenfalls unterstütze. Der Kreis habe diese Arbeit fraktionsübergreifend immer als nötig angesehen und die Arbeit - trotz schwieriger Haushaltslage - immer unterstützt. Marx bilanzierte, aus einem Versuch von 2001 sei mittlerweile eine kontinuierliche Arbeit erwachsen. Nach Angaben des Sozialpädagogen Thomas Müller betreuen drei hauptamtliche Kräfte in Zusammenarbeit mit Praktikanten und Honorarkräften die schulbezogene Jugendarbeit.

Das bedeutet neben einer offenen Jugendarbeit unter anderem das Anbieten von sozialen Trainingskursen, eine Hausaufgabenbetreuung, die Beratung in allen Lebenslagen sowie eine geschlechtsspezifische Arbeit, die derzeit aller- dings nur mit Mädchen stattfindet. Außerdem werden jedes Jahr die Ferienspiele der Stadt Alsfeld organisiert.

Insgesamt, so fasste Sozialpädagoge Müller zusammen, lasse sich das Anliegen der schulbezogenen Jugendarbeit am besten mit dem Ziel der Prävention beschreiben.

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