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»Grüne Computer« in der Schule

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Es muss nicht unbedingt ein neuer Laptop her, um gut arbeiten zu können. Lehrerinnen und Lehrer der Max-Eyth-Schule informieren sich über aufgearbeitete Gebrauchtgeräte. © Red

Alsfeld (pm). Kann ein gebrauchter »refurbished« Computer besser sein als ein neuer? Diese Frage beantwortete Johannes Breidt, Lehrer im Beruflichen Gymnasium im Schwerpunkt Praktische Informatik auf der Gesamtkonferenz der Max-Eyth-Schule Alsfeld mit einem eindeutigen »Ja«. Denn er hat genau diese Frage in einer Unterrichtseinheit mit einem Kurs der Jahrgangsstufe 11 untersucht.

Die Schülerinnen und Schüler des Schwerpunkts Praktische Informatik beschäftigen sich in den drei Jahren zum Abitur neben dem Kernbereich Programmierung auch mit vielen andere Themen rund um die IT. In der Jahrgangsstufe 11 war der Unterrichtsgegenstand refurbished IT-Hardware wie Computer, Monitore oder Tabletts. Dabei werden hochwertige IT-Geräte professionell gereinigt, Computer mit neuer Software ausgestattet und überwiegend im Internet verkauft. Sie stammen häufig aus Unternehmen, die diese Business-Geräte zwei bis drei Jahre genutzt haben und sie dann weitergeben, statt sie zu verschrotten.

Beitrag zu Inklusion

Als Anbieter solcher refurbished Computer suchten die Schüler das gemeinnützige Unternehmen AfB, Arbeit für Menschen mit Behinderung, heraus. Denn mit dem Kauf von hochwertigen refurbished Laptops von AfB wird nicht nur die Umwelt weniger belastet als beim Kauf von Neugeräten und der Geldbeutel geschont. Zudem wird soziale Beschäftigung gefördert, denn das gemeinnützige Unternehmen AfB beschäftigt zu rund 40 Prozent Menschen mit Behinderung. So leistet es damit einen wichtigen Beitrag zur Inklusion.

Um die Lehrkräfte der MES und über sie auch die Schülerinnen und Schüler über die AfB zu informieren, wurden zwei kurze Videos gezeigt. Sie berichten über die AfB, über refurbished Computer und die Arbeitsbedingungen im Unternehmen aus Sicht der behinderten und nicht behinderten Beschäftigten. In einer vorangestellten persönlichen Videogrußbotschaft an die Max-Eyth-Schule stellte H. Senger von der AfB die Parallelen zwischen der MES und der AfB heraus: Das Bemühen um Nachhaltigkeit, das soziale Engagement und die europäische Dimension.

Nachdem Breidt noch einige Fragen zum Thema beantwortet hatte, konnten die Lehrkräfte die Plakate der Schüler des Schwerpunkts Praktische Informatik nutzen, auf denen refurbished Laptops mit Neugeräten verglichen wurden.

Die Lehrkräfte der MES bedankten sich mit Applaus für die Informationen zur Möglichkeit, mit dem Kauf von gebrauchten Computern und IT Zubehör den Geldbeutel der Schülerinnen und Schüler und deren Eltern zu schonen, soziale Beschäftigung zu fördern und die Umwelt weniger zu belasten.

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