"Große Söhne" trugen sich in Buch der Stadt ein

Alsfeld (rs). Zwei große Söhne der Stadt trugen sich am Mittwoch Nachmittag im Rathaus in das Goldene Buch der Stadt ein: Kabarettist Thomas Freitag und Kunstprofessor Manfred Stumpf.

Alsfeld (rs). Zwei große Söhne der Stadt trugen sich am Mittwoch Nachmittag im Rathaus in das Goldene Buch der Stadt ein: Kabarettist Thomas Freitag und Kunstprofessor Manfred Stumpf. Während Thomas Freitag die oberhessische Kleinstadt bereits im Alter von fünf Jahren verließ, wuchs Stumpf dort auf, war zu Beginn seiner künstlerischen Karriere gar einer der Alsfelder Stadtzeichner. Im Rahmen der 1. Alsfelder Kulturtage kehrten nun beide an ihren Geburtsort zurück, Thomas Freitag mit einem Kabarettabend in der Aula der Albert-Schweitzer-Schule, Prof. Stumpf mit den drei Christusfiguren an der Hartmannkreuzung, der Walpurgiskirche und der Pfefferhöhe.

Kabarettist Freitag kann sich an einige Details als kleiner Junge in Alsfeld noch durchaus erinnern. So dass er mit einem Sohn des damaligen Bürgermeisters Kratz gespielt und in der Altenburger Straße immer Speiseeis geholt hat. Aus Thüringen kommend hatte sich die Familie Freitag damals in Alsfeld niedergelassen, weil sich der Vater dort eine Existenz aufbaute. Der gelernte Ingenieur eröffnete einen Radioladen und beschallte in der Umgebung auch die Großveranstaltungen, zu denen in den 50er Jahren noch ein Radrennen als Rundkurs in der Innenstadt gehörte.

Zudem sei sein Vater, so erinnerte sich Thomas Freitag, als einer der damals wenigen Christdemokraten Mitglied der Stadtverordnetenversammlung gewesen, habe gegen den Trend die hessische CDU mit aufgebaut. Der bundesweit bekannte Kabarettist, der schon lange in Köln lebt, war mit seinen beiden Brüdern Peter und Klaus sowie Mutter Ursula angereist. In den vergangenen Jahren war er schon häufiger in Alsfeld gewesen, allerdings immer rein privat. Kunstprofessor Stumpf ist hingegen der heimischen Region stärker verbunden, wohnt er doch schon länger in Romrod.

Bürgermeister Ralf Becker zeigte sich sehr dankbar, dass es die 1. Alsfelder Kulturtage ermöglichten, die beiden "großen Söhne der Stadt" einmal zusammen ins Rathaus zu locken. Diese Kulturtage seien auch ein Beleg dafür, dass es einerseits eine engagierte Kulturszene in der Stadt gebe, und andererseits die Stadt finanziell mit dem Rücken an der Wand stehe, erläuterte er den beiden Künstlern. So gesehen habe Kabarettist Freitag sicher recht, wenn er in seinem Programm unter anderem darauf hinweise, er komme aus einer Stadt, die pleite sei.

"Sind Sie gerne Bürgermeister?", fragte Thomas Freitag den sichtlich etwas irritierten Ralf Becker, und schob nach: "Sie strahen so was Zuversichtliches aus."

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