Gewerblicher Grünschnitt kommt teurer

  • Joachim Legatis
    vonJoachim Legatis
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Vogelsbergkreis(jol). Die Entsorgung von gewerblichem Grünschnitt wird teurer, wie die Versammlung des Abfallverbands ZAV in ihrer jüngsten Sitzung beschloss. Bislang kostete ein Kubikmeter Grünschnitt "aus nicht privaten Herkunftsbereichen" fünf Euro pro Kubikmeter, nun zehn Euro, weil die Kosten gestiegen sind. Weiterhin kostenfrei werden an den Grünschnittsammelplätzen Gras und Äste von Privatleuten und Kommunen angenommen.

Einstimmig wurden auch Gebühren für die Annahme von zerlegten Nachtspeicheröfen eingeführt. Sie sollen mit 25 Euro berechnet werden. Wenn die Heizgeräte nicht zerlegt sind, nimmt die Deponie sie kostenfrei an. Bei Photovoltaikmodulen ist die Annahme von bis zu 50 Stück kostenfrei, dann werden pro angefangene zehn Module zehn Euro fällig.

Bei der Sitzung der ZAV-Versammlung unter der Leitung von Harald Nahrgang brachte man bei Enthaltung der Freien Wähler den Wirtschaftsplan 2020/2021 auf den Weg. Er war zwar schon beschlossen, über ihn musste aber nach Aufforderung des Regierungspräsidiums Gießen noch einmal befunden werden. Grund ist ein Übertragungsfehler, durch den Haushaltszahlen vom Erfolgsplan nicht vollständig in die Satzung übertragen wurden. Das wurde nun korrigiert, erforderte aber einen Beitrittsbeschluss, wie es in schönstem Behördendeutsch heißt.

Suche nach neuem Geschäftsführer

Spannender waren die Mitteilungen von Vorsteher Dieter Boß zur Geschäftsführer-Frage. Denn im Januar ist der Geschäftsführer des Verbands, Dr. Fuchs, überraschend verstorben, seit Monaten sucht man einen neuen Verwaltungschef. Allerdings war das "vielseitige Anforderungsprofil" schwer abzudecken, wie Boß bedauert. Ein Bewerber, der viele Bereiche abdeckt, hatte zu hohe Gehaltsvorstellungen, deshalb wurde die Suche abgebrochen. Die kommissarische Geschäftsführerin Marion Odenwald hat diese Tätigkeit niedergelegt.

Der ZAV-Vorstand hat in Abstimmung mit dem Personalrat Änderungen festgelegt. Einige Verwaltungsmitarbeiter erhalten zusätzliche Befugnisse, wie Boß erläuterte. So wurde Patrik Heil zum Geschäftsführer von zwei Tochtergesellschaften des Verbands ernannt. Er verantwortet künftig die AEGV, das ist die Gesellschaft des ZAV, die für das Entsorgungszentrum Bastwald, die Grünschnittplätze und die Altdeponien zuständig ist. Zudem steht er an der Spitze der NEV, die Tochtergesellschaft für den Betrieb der Photovoltaikanlagen auf dem Gelände bei Brauerschwend.

Boß kündigte an, dass auch die zweite Verwaltungsebene neu strukturiert ist. Dort arbeiten neben Heil noch Cornelia Frick, Johanna Boss und Fabian Hodes. Unter anderem deckt Johanna Boss die Personalplanung der Verwaltung und den Bereich der Planungsverfahren ab, Hodes hat die Finanzabteilung im Blick.

Die Ausschreibung für einen Geschäftsführer des Verbands bezieht sich nun nur noch auf den Bereich des ZAV. Dabei geht es unter anderem um die Verwaltung des Verbands und das Erstellen von Wirtschaftsplänen.

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