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Geflügelpest: Kreis empfiehlt Vorsorge

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Vogelsbergkreis (pm). In den letzten Wochen wurden in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein Geflügelpestviren nachgewiesen. Wie im letzten Herbst wurden die Viren sowohl bei Wildvögeln als auch bei in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln festgestellt, teilt das Vogelsberger Veterinäramt in einer Pressemitteilung mit.

Während im letzten Jahr der Subtyp H5N8 das Seuchengeschehen dominierte, scheint diesen Herbst der Subtyp H5N1 im Vordergrund zu stehen. Auch in skandinavischen Ländern und sogar in Italien wurde in den vergangenen Wochen diese Geflügelpestvariante festgestellt. Im Zusammenhang mit dem Vogelzug besteht nach Einschätzung des Nationalen Referenzlabors für ganz Deutschland eine hohe Gefahr der Einschleppung des Geflügelpestvirus in die Hausgeflügelbestände.

Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen deutlich, dass Ansteckungen des Hausgeflügels vor allem durch direkte, aber auch durch indirekte Kontakte mit infizierten Wildvögeln vorkommen. Insbesondere Wasservögel können große Mengen des hochpathogenen Aviären Influenzavirus (HPAI) ausscheiden, ohne selbst zu erkranken. Dadurch kann die Seuche über große Entfernungen verbreitet werden.

Das Amt für Veterinärwesen, Verbraucherschutz und Ordnungsangelegenheiten (AVVO) des Vogelsbergkreises empfiehlt allen Geflügelhaltern dringend, Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Geflügelbestände zu ergreifen:

Darunter fällt die Aufstallung des Geflügels oder Volierenhaltung mit geschlossenem Dach und seitlich vogeldichten Netzen. Wichtig ist die Desinfektion der Schuhe vor Betreten und nach Verlassen des Geflügelbereichs oder Verwendung von Einmal-Schuhüberziehern. Futter und Einstreu soll unzugänglich für Wildvögel aufbewahrt werden. Die Fütterung von Geflügel müsse an für Wildvögel unzugänglichen Stellen erfolgen. Für die Tränke und die Badestellen dürfen Halter nur Wasser verwenden, zu dem Wildvögel keinen Zugang haben.

Erkrankungen oder Verendungen mehrerer Tiere pro Tag müssen Geflügelhaltern unverzüglich dem Veterinäramt des Vogelsbergkreises unter Tel. 06641/977-6800 melden. Untersuchungen der Tierkörper werden durch das Amt veranlasst. Die Geflügelgrippe hat das Potenzial, auf den Menschen übertragen zu werden, man solle den Kontakt mit kranken oder toten Vögeln meiden. Wer Geflügel hält, muss registriert sein.

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