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Gefahr für häusliche Gewalt steigt

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Vogelsbergkreis (pm). Im Vorfeld des internationalen Gewaltschutztages am 25. November laden die Fachstelle gegen häusliche Gewalt und der Runde Tisch Gewaltschutz des Vogelsbergkreises am Mittwoch, 24. November, zu einem Kinoabend ins Lichtspielhaus in Lauterbach ein. Gezeigt wird der Dokumentarfilm »Hinter Türen« des Medienprojekts Wuppertal, der sich mit dem Thema häusliche Gewalt beschäftigt.

Die Coronapandemie hat viele Menschen aufgrund von Lockdowns und sozialer Isolation sowohl beruflich als auch privat hart getroffen.

Die Fachstelle gegen häusliche Gewalt des Vogelsbergkreises weist darauf hin, dass diese Krise viele Familien und Partnerschaften vor große Herausforderungen stellt, da das Risiko von häuslicher Gewalt in der aktuellen Situation steigt - aufgrund von Stress und Existenzängsten.

»Häusliche Gewalt gibt es in den ganz verschiedenen Formen und in jeder Bildungsschicht«, erklärt Klaudia Goerlich von der Fachstelle gegen häusliche Gewalt. »Ein großes Problem ist, dass sich viele Opfer - egal ob Männer oder Frauen - zu sehr schämen, um sich jemandem anzuvertrauen und sich Hilfe zu holen.

Familie, Freundeskreis und Nachbarschaft können da eine große Unterstützung sein, wenn diese aufmerksam hinschauen, wenn ihnen etwas merkwürdig vorkommt.«

Im Film »Hinter Türen« schildern zwei Frauen und ein Mann ihre Erfahrungen als Opfer von häuslicher Gewalt in Form von verbaler, emotionaler, psychischer, finanzieller und körperlicher Nötigung.

Schutzambulanz stellt sich vor

Der Kinoabend findet am Mittwoch, 24. November, um 19 Uhr im Lichtspielhaus Lauterbach statt. Eingeladen sind alle Interessierten ab 16 Jahren. Der Eintritt sowie Popcorn und ein Getränk sind kostenlos. Es gilt an diesem Abend die 3G-Regelung mit den allgemein gültigen Abstands- und Hygiene-Regeln. Um Voranmeldungen unter der Kino-Hotline-Telefonnummer 0800/0801010, zwischen 9 und 18 Uhr, wird gebeten.

Im Anschluss an den 45-minütigen Filmbeitrag stellen Mitarbeiter der Fachstelle Häusliche Gewalt, die Schutzambulanz Fulda und die Polizei Lauterbach sich und ihre Arbeit vor.

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