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Lesung mit Fernsehmoderator Tim Frühling. (pm)

Finale mit Musik und Witz

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Alsfeld (pm). Mehr als 5000 Gäste zählte Walter Windisch-Laube vom Organisationsteam der Alsfelder Kulturtage, als er anlässlich der letzten von 43 Veranstaltungen die 17 Tage Revue passieren ließ. 17 Tage voller Kultur, getragen von Spenden und Ehrenamtlichen unter Mitwirkung zahlreicher namhafter regionaler und überregionaler Künstler und Redner, das sei eine ganz herausragende Leistung für die Stadt Alsfeld, ihre Menschen und ihre Gäste.

Dass die Stadt in besonderer Weise von diesem Engagement profitiert, bestätigte auch Bürgermeister Stephan Paule, der alle Ehrenamtlichen des Vereins direkt nach den Kulturtagen zu einem Dankeschön-Empfang in den Pranger einlud - den Ort, an dem die Kulturtage ihren Anfang genommen hatten und der mit seiner Stadtzeichner-Ausstellung Dreh- und Angelpunkt der Kulturtage war. Deren letztes Wochenende war noch einmal prallgefüllt mit Veranstaltungen, deren Bandbreite erneut viele Menschen in die Veranstaltungsräume lockte.

Der Bus brachte ein musikinteressiertes Publikum zu ausgewählten Orgeln in der Region. Dort spielte der Organist Rudolf Haidu die "Königin der Instrumente" und hinterließ bleibende Eindrücke.

"Hakuna Matata" hieß es in der Stadtbücherei, ein buntes, gutgelauntes Mitmachprogramm mit dem Kinderliedermacher Gerd Müller von "Spunk" stand auf dem Programm. Mehr als 30 Jungs und Mädchen klatschten, sangen und tanzten mit. Am Abend entführte Lutz Kuntzsch das Publikum im Marktcafé in die wunderbare und manchmal wundersame Welt der deutschen Sprache. Der "Sprachdoktor" der Gesellschaft für deutsche Sprache plauderte aus dem Nähkästchen seiner Sprechstunde und ließ die Gäste an seinen vergnüglichen und lehrreichen Erfahrungen teilhaben.

"Minimal Music" hieß es am Samstagvormittag in der Musikschule. Dr. Ulli Götte hatte hier zu einem Workshop eingeladen, der zahlreiche Musiker anlockte. Aus einfachen Elementen schufen sie unter seiner Anleitung eine zauberhafte Klangwelt, die ihnen nachhaltige Inspirationen schenkte, wertvolle und spannende rhythmische Erfahrungen vermittelte und vielleicht auch zu eigenem Komponieren anregte.

Interessantes zum Thema "Handschuhe" hatten die Goldschmiedin Victoria Wittek und die Autorin Traudi Schlitt zusammengetragen. Veröffentlicht haben sie ihre Fundstücke in einem künstlerisch gestalteten Buch, das sie anlässlich der Kulturtage in der Villa Raab erstmals präsentierten. Sie werfen darin einen neuen Blick auf den "vielfach verschmähten Alltagsgegenstand" und wurden musikalisch von der Band Jamsession bei ihrer unterhaltsamen Matinee begleitet. Zum Spielen lud der Spieleentwickler Conrad Hamel ins Freiwilligenzentrum ein. Er hatte einige seiner Erfindungen mit dabei. Impressionistische Musik für Flöte und Klavier präsentierten ebenfalls Roland von Tenspolde und Alexander Urvalov. Mit Querflöte und Klavier würdigten sie unter der Überschrift "Der Hirtengott Pan, die Nymphe Syrinx und die Flöte" französische Komponisten wie Gabriel Fauré, Camille Saint-Saëns, Charles Widor, Claude Debussy oder Jules Mouquet. Diese Veranstaltung war - wie fast alle Angebote der Kulturtage - sehr gut besucht und hinterließ ein überaus beglücktes Publikum.

"Ostrock trifft Westsound" hieß es am Abend in der Calypso Bar. Gemeinsam mit vielen Gästen und dem Männergesangverein Kirtorf rockte die Band "Bandsalad" die Disco bis Mitternacht und ließ keinen Ost- und Westrockklassiker aus. Mitsingen und Mittanzen war Programm des Abends, der auch viele Erinnerungen zu Tage förderte.

Tim Frühling, Wetter- und Radiomoderator sowie Buchautor, lockte noch einmal an die hundert Gäste in die Villa Raab. Dort machte er Lust auf die Abenteuer seines osthessischen Kommissars Daniel Rohde und auf kleine Ausflüge in die Region. Augenzwinkernd und mit viel Humor gab er seine literarischen Ergüsse zum Besten und zeigte sich erfreut über die riesige Resonanz.

Den Abschluss am Sonntagnachmittag gestalteten die Jungen Vocalisten unter der Leitung von Sabine Spahn, die in der Christ-König-Kirche mit Chormusik aus vier Jahrhunderten ihr Publikum begeisterten und gleichzeitig 20-jähriges Jubiläum feierten.

Am Ende lud Bürgermeister Stephan Paule das Team und alle Ehrenamtlichen zu einem kleinen Empfang in den Pranger ein. Bei kleinen Leckereien und kühlen Getränken bedankte er sich für das Engagement.

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