Fachwerk-Rathäuser: Buch über besondere Bauten

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Alsfeld/Fulda (pm). Sie sind ein Spiegel der Gesellschaft. Ihre Geschichte wurde geprägt von sozialen Entwicklungen, zunehmenden Bürgerrechten sowie dem Schwinden der Macht von Adel und Kirche. Die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte (ADF) mit Sitz in Fulda widmet mit dem Buch "Deutsche Fachwerkrathäuser" diesen Bauten einen eigenen Band, denn den gab es bislang nicht. Aufgelistet nach Bauzeit, Bauweise und konstruktiven Entwicklungen sowie mit einem Foto dokumentiert sind über 700 Fachwerkrathäuser, zahlreiche bedeutende davon werden in größeren Texten dargestellt, darunter natürlich das Alsfelder Rathaus.

Prof. Manfred Gerner, Präsident der ADF, Laura Plugge und Eberhard Disch halten damit den "Ist-Zustand" der Gebäude fest, deren Geschichte weit zurückliegt. Ab dem Jahr 1200 sind Nachrichten von Fachwerkrathäusern bekannt.

Das "Deutsche Fachwerkrathaus" ist längst zu einer Marke geworden, warum das so ist, erklärt der reich bebilderte Band, der durch ausführliche Beschreibungen und Sonderthemen ein ideales Nachschlagewerk darstellt. Denn er erzählt die Entwicklung von der offenen Markthalle zum Stadtzentrum durch den Bau eines imposanten Gebäudes, in dem Rat, Markt und Gericht gehalten, Feste gefeiert und die Stadt verwaltet werden konnten. Die Autoren erzählen die Geschichte der Rathäuser, die vermittelt, warum den Bauherren die Türme, Uhren und Erker wichtig waren und wie es in Kerkern, Tuch- und Tanzhallen, den Fleischbänken und Brotschirnen zuging. Gerner, Plugge und Disch bringen auch Kenner zum Staunen.

268 Seiten, über 500 Abbildungen. ISBN: 978-3-00-060977-0, 14 Euro. Der reich illustrierte Band kann über die Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte - Propsteischloss Roter Bau, Johannesberger Straße 2, 36041 Fulda - bezogen werden.

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