Permanent im Einsatz: Polizisten nehmen eine Aktivistin fest, die sie aus einem Baumhaus geholt haben. FOTO: DPA
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Permanent im Einsatz: Polizisten nehmen eine Aktivistin fest, die sie aus einem Baumhaus geholt haben. FOTO: DPA

"Extrem gewalttätige Aktivisten"

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Vogelsbergkreis(pm). Seit dem 1. Oktober sind Tausende Polizisten aus Hessen und angrenzenden Bundesländern wie Bayern und Nordrhein-Westfalen sowie von der Bundespolizei im Einsatz, um die Rodungsarbeiten in Herrenwald, Maulbacher und Dannenröder Wald abzusichern.

Mittlerweile hätten die Auseinandersetzungen mit den Gegnern des Autobahnbaus und Waldbesetzern eine neue Eskalationsstufe erreicht, heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft der Polizei (GdP). "Die Gefahr für Leib und Leben ist groß. Aktivisten im Forst sind extrem gewaltbereit und gefährlich."

Sie schreckten auch nicht davor zurück, "bewusst Straftaten zu begehen, und nehmen auch in Kauf, dass Menschen verletzt oder gar auch getötet werden", heißt es bei der Gewerkschaft. Polizeibeschäftigte würden vor Ort massiv angegriffen, beschimpft, bespuckt, mit Farb- und Kotbeuteln beworfen.

In den sozialen Netzwerken und den Online-Medien würden "durch die teils gewalttätigen Waldbesetzer immer neue Anschuldigungen in Richtung der rechtsstaatlich handelnden Polizei verbreitet". Anonym werde massiv zur Gewalt aufgerufen und der Dannenröder Forst solle nach dem Willen gewalttätiger Ausbaugegner "internationaler Schauplatz gewalttätiger Auseinandersetzungen" unter dem Deckmantel des Umweltschutzes werden. "Wenn die Ausbaugegner Vorwürfe in Richtung der Einsatzkräfte richten, diese hätten im Zusammenhang mit der Räumung von Baumhäusern und Barrikaden in dem Waldstück Gewalt angewendet und Menschenleben gefährdet, ist das nicht mehr hinnehmbar", sagt der stellvertretende Landesvorsitzende der GdP, Jens Mohrherr, in Wiesbaden.

Die Einsatzkräfte vermissen den politischen Rückhalt in den immer stärker eskalierenden Auseinandersetzungen und fordern die politisch Verantwortlichen im hessischen Landtag auf, sich eindeutig zu ihrer Polizei zu bekennen!

Der hohen Belastung, der die Einsatzkräfte seit dem 1. Oktober zusätzlich und rund um die Uhr durch die Einsatzmaßnahmen beim Ausbau der A 49 ausgesetzt sind, müssten neben einem politischen Rückhalt "auch zählbare Entscheidungen in Form von Zusatzurlaub oder Sonderprämien wie beispielsweise die Corona-Prämie bei der Bundespolizei folgen".

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