In Nieder-Gemünden dürfen in der katholischen Kirche noch keine Gottesdienste stattfinden, denn sie verfügt nur über einen Mittelgang. FOTO: EVA
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In Nieder-Gemünden dürfen in der katholischen Kirche noch keine Gottesdienste stattfinden, denn sie verfügt nur über einen Mittelgang. FOTO: EVA

Eigenes Gesangbuch mitbringen

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Vogelsbergkreis(pm). Seit einigen Tagen sind in Hessen wieder öffentliche Gottesdienste erlaubt. Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es jedoch besondere Auflagen und Hygienevorschriften, die bei der Feier der Gottesdienste zu beachten sind. Darauf weist die katholische Pfarrgruppe Alsfeld-Homberg hin.

Die Kirche ist weiterhin verpflichtet, die Gesundheit aller Gottesdienstteilnehmer zu schützen. Deshalb werden die gottesdienstlichen Versammlungen, insbesondere die Sonntagsmesse, so gestaltet, dass die Gefahr der Ansteckung mit dem "Corona-Virus maximal vermieden wird". D

Die deutsche Bischofskonferenz hat hierzu Richtlinien erarbeitet, auf dessen Grundlage auch das Bistum Mainz seine Bestimmungen an die Pfarrgemeinden weitergeleitet hat. Folgendes gilt es in den nächsten Wochen bei der Feier von Gottesdiensten zu beachten:

Zugang:Der Zugang zu den Sonntagsgottesdiensten wird begrenzt; die Zahl der zugelassenen Gottesdienstteilnehmer richtet sich nach der Größe des jeweiligen Kirchenraumes. Der Mindestabstand zwischen den Personen beträgt in allen Richtungen 1,5 Meter. Es wird ein Anmeldeverfahren geben. Wer an einem der Sonntags- oder Werktagsgottesdienste teilnehmen möchte, muss sich vorher im Pfarrbüro anmelden. Nur denjenigen, die auf der Liste eingetragen sind, kann Zugang zum Gottesdienst gestattet werden. Das ist auch wichtig, um eine mögliche Infektionskette zurückverfolgen zu können. Die Listen mit Kontaktdaten werden nur zu diesem Zweck 21 Tage unter Beachtung der Datenschutzbestimmungen im Pfarrbüro aufbewahrt. Bitte beachten, dass die Daten im Bedarfsfall zur Kontaktrückverfolgung an die staatlichen Behörden weitergegeben werden. Wer Symptome einer Atemwegserkrankung aufweist oder Fieber hat, ist der Zutritt in die Kirche nicht gestattet.

Verhaltensregeln:Vor den Kirchen werden Zonen mit Abstandshinweisen markiert, damit der Zutritt geordnet und unter Einhaltung der Abstandsregeln erfolgt. Beim Betreten und Verlassen der Kirche müssen alle Gottesdienstteilnehmer einen Mund-Nasen-Schutz tragen. An den Eingängen sollten die Gottesdienstbesucher die Hände desinfizieren. Entsprechendes Desinfektionsmittel steht zur Verfügung. Die Weihwasserbecken bleiben weiterhin leer. Die Gläubigen werden gebeten, eigene Gesangbücher mitzubringen. Auch nach dem Ende des Gottesdienstes außerhalb des Kirchengebäudes ist auf den nötigen Mindestabstand zu achten.

Risikogruppen:Es soll keinen vorübergehenden Ausschluss bestimmter Personengruppen (Risikogruppen) geben. Allerdings rät das Bistum, dass Personen der Risikogruppe aus Eigenschutz nicht an den öffentlichen Gottesdiensten teilnehmen sollten.

Fernsehgottesdienste:Die seitherigen Fernsehgottesdienste sowie andere mediale Formen bieten die Möglichkeit zur Mitfeier von Gottesdiensten von zu Hause. Auf der Homepage finden sich weiterhin kurze Hausgottesdienste mit Gebeten und einem Impuls von einem Seelsorger für jeden Sonntag, auch eine Gebetszeit für Familien mit Kindern.

In den Kirchen wird es ab dem kommenden Wochenende, 9. und 10. Mai, wieder Gottesdienste geben. Die Gottesdienstorte und -zeiten für die nächsten Wochen sind im Pfarrbrief aufgeführt. Bitte beachten, dass man sich für jeden Sonntags- oder Werktagsgottesdienst über die Pfarrbüros anmelden muss. Bitte zu den entsprechenden Öffnungszeiten. Zur Laudes und zur Vesper in Romrod und zu den Rosenkranzgebeten in den Kirchen findet die Anmeldung direkt vor Ort statt. Hier werden die Namen, Anschriften und Telefonnummern der Gläubigen, die daran teilnehmen, vor Ort vermerkt, da es sich hier um kleinere und bekannte Personenkreise handelt.

Drei Kirchen geschlossen:In den Kirchen in Vockenrod, Groß-Felda und Nieder-Gemünden dürfen im Moment aufgrund der bestehenden Auflagen keine Gottesdienste stattfinden. Die Kirchen verfügen nur über einen Mittelgang.

Kommunionkinder:Da besonders der Kommuniongang ein besonderes Risiko zur Ansteckung birgt und mit bestimmten Auflagen verbunden ist, werden die Eucharistiefeiern zunächst ohne Kommunionausteilung sein. Die eucharistische Anbetung und der sakramentale Segen werden aber feste Bestandteile der Gottesdienste sein. "Nach den ersten Erfahrungen der Feier der Gottesdienste unter den besonderen Auflagen werden wir in einem nächsten Schritt auch wieder Gottesdienste mit Kommunionausteilung feiern".

Veranstaltungenund Zusammenkünfte von Gruppen in den Pfarrgemeinden bleiben weiterhin untersagt. Sitzungen von Räten und Gremien können abgehalten werden, wenn sie unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln in entsprechend großen Räumen stattfinden können.

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