DRK-Ortsverein mit Arno Hedrich handlungsfähig

Alsfeld (bl). In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung hat die DRK-Ortsvereinigung Alsfeld wieder einen handlungsfähigen Vorstand gewonnen. Vorsitzender ist nun Arno Hedrich, vertreten wird er durch Ute Koch.

Dies ist auch ein Zeichen dafür, dass sich viele Mitglieder für den Ortsverband einsetzen. Er ist mit 800 Mitgliedern die größte Ortsgliederung im DRK-Kreisverband Alsfeld. Die Neuwahl war nach dem Rücktritt des bisherigen Vorsitzenden Herbert Diestelmann und seines Stellverteters nötig geworden.

Zur Versammlung in Leusel waren nur wenige Mitglieder erschienen. Eventuell lag dies an der schlechten Wetterlage mit Gefahr von Eisglätte. Der stellvertretende Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes Alsfeld, Robert Belouschek eröffnete die Versammlung. DRK Kreisgeschäftsführer Manfred Hasemann teilte mit, dass sich die Vorstandskandidaten bereits der Bereitschaft und der Ortsvereinigung vorgestellt hatten. Es könne nicht sein, dass die größte Ortsvereinigung längere Zeit ohne Führung sei. Er erinnerte daran, dass es im Vogelsbergkreis zwei Kreisverbände gebe, der Rettungsdienst habe sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen.

Aus der Bereitschaft teilte Martin Gonder mit, dass bei den monatlichen Treffen acht bis zehn Helfer anwesend waren. Sie bildeten sich in Lehrgängen weiter. Als Ausbilderin stand unter anderem Daniela Paul bereit. Sie beteiligten sich an über 50 Sanitätsdiensten bei Reitturnieren, Discoabenden, Rennsportveranstaltungen, beim Faschingsumzug in Mücke und am Hessentag in Wetzlar. Dabei konnte sehr vielen Menschen geholfen werden. Auch im Katastrophenschutz und als Rettungsdienstverstärkung sind sie aktiv. Insgesamt wurden rund 4000 Stunden aufgebracht.

Gonder gab auch den Bericht für das Jugendrotkreuz, das er mit Doreen Appel leitete. Dem JRK gehören aktuell sieben Mitglieder an. Die Treffen fanden monatlich statt. Der Nachwuchs wurde mit der Ersten Hilfe vertraut gemacht, man erlernte Verbände anlegen und verschiedene Verbandsarten. Auch praktische Übungen wurden durchgeführt. Es gab einen Ausflug nach Frankfurt in das Dialogmuseum. Im Sommer dieses Jahres führte eine interessante Fahrt nach Fulda zum Rettungszug der DB und zum Rettungshubschrauber "Christoph 28".

Aus dem Bereich Sozialarbeit berichtete Martina Schmidt. Demnach gab es fünf Blutspendetermine mit über 700 Spendern. Erfreulich waren die 49 Erstspender. Allerdings mussten auch 62 Ausfälle verzeichnet werden. Bei jedem Termin waren zwischen 15 und 20 Helfer zu Verfügung, die für einen reibungslosen Ablauf sorgten. Hierfür wurden insgesamt etwa 800 Stunden aufgebracht.

Rechner Martin Affemann stellte die Jahresberichte 2011 und 2012 vor. Im Jahre 2011 war eine Mindereinnahme von rund 8000 Euro zu verzeichnen gewesen. Dies änderte sich 2012 mit Mehreinnahmen. Für das 2013 legte Affemann den Entwurf des Haushaltsplanes vor, der erhebliche Mindereinnahmen annimmt. Die Revisorinnen Daniela Paul und Jennifer Wasem bescheinigten ihm einwandfreie Kassenführung. Vorstand und Rechner wurden einstimmig entlastet.

Unter Vorsitz von Robert Belouschek verliefen die Vorstandswahlen reibungslos: Vorsitzender wurde Arno Hedrich, 2. Vorsitzende Ute Koch, Schatzmeister Martin Affemann, Schriftführer Jürgen Bäuml. Beisitzer wurden Martina Schmidt für Sozialarbeit, Daniela Paul für Ausbildung, Martin Gonder für Bereitschaft und Manfred Hasemann für den Kreisverband. Als Revisoren wurden Daniela Paul und Susanne Bäuml gewählt.

Arno Hedrich dankte für das Vertrauen und sagte, dass er das Ehrenamt stärken wolle. Vereine und Organisationen, die ehrenamtliche Arbeit leisten, sollten unterstützt werden und nicht nur die Wirtschaft. Er bringe sich gern für die Organisation ein.

Robert Belouschek freute sich in über die reibungslose Versammlung. Er lobte die Arbeit der Bereitschaft, die hoch interessant und vielfältig ist. Er forderte alle Mitglieder auf, junge Menschen für diese Tätigkeit zu finden. Über 4000 Stunden seien von der Bereitschaft ehrenamtlich geleistet worden, das sei ein großes Opfer an Freizeit. Auch dankte er dem Sozialdienst für die Arbeit. Er erinnerte an den Hochwassereinsatz in einigen Alsfelder Stadtteilen. Kreisbereitschaftsführer Ulf I. Bovensmann gratulierte den Gewählten, die Ja zum Ehrenamt sagen. Sein besonderer Dank galt Martin Gonder und Daniela Paul für ihr Engagement.

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