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Zu einem Flashmob für Vogelsberger Wasser treffen sich rund 250 Menschen auf der Staumauer am Nidda-Stausee.

Flashmob auf Staumauer

Demo fordert Wassersparen in Frankfurt ein

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Zur Kundgebung auf dem Nidda-Staudamm kamen am Samstag 250 Menschen zusammen, um bei der Aktion »Wasserlauf 2022« gegen Raubbau am Grundwasser zu demonstrieren.

Eigentlich wollen sie bei einem »Wasserlauf« das begehrte Nass von Frankfurt zurück in den Vogelsberg bringen, wo es herkommt. Doch dann kamen die Corona-Einschränkungen und die Groß-Veranstaltung von mehreren Umweltschutzgruppen, dartunter auch die Schutzgemeinschaft Vogelsberg, wurde verschoben. Um dennoch Präsenz für den Schutz des Wassers zu zeigen, kamen am Samstag 250 Menschen am Nidda-Stausee zusammen.

Als Flashmob haben sie eine Menschenkette auf dem Nidda-Staudamm gebildet, um symbolisch das Wasser zurück in den Vogelsberg zu bringen. Mit dabei waren auch Politiker und Helfer vom TGV-Schotten, Erwin Mengel, Stadtverordnetenvorsteher Hans Dieter Herget und Armin Hudetz vom Wasserverband, die Wasser symbolisch in den Stausee zurück schütteten.

Beim »Wasserlauf« gibt es einen Schulterschluss zwischen Umweltschutzverbänden, Vereinen, Kommunen, Unternehmen und Privatleuten entlang der Nidda. Gemeinsam machen sie auf die besorgniserregende Situation im Vogelsberg und anderen Gewinnungsgebieten in Hessen wie dem Burgwald und dem Hessischen Ried aufmerksam, Daraus ergeben sich dringend notwendige Veränderungen für die Wasserversorgung des Ballungsraums. Die zuvor schon schwierige Lage wird verschärft durch den Klimawandel und die trockenen Sommer der letzten drei Jahre.

Mit der Aktion auf dem Staudamm will das Bündnis über den Wasserlauf, der wegen Corona auf das kommende Jahr verschoben wurde, informieren und zum Mitmachen aufrufen. An diesem Tag sollte eigentlich der Wasserlauf 2021 stattfinden. Das ist ein Staffellauf, bei dem die Läuferinnen und Läufer das Trinkwasser symbolisch von Frankfurt entlang der Nidda in den Vogelsberg zurück zur Quelle tragen wollen.

Während der Vogelsberg etwa 35 Prozent der Wasserversorgung von Frankfurt leistet, hat die Gewinnungsregion fast 70 Prozent seiner Quellen verloren. In Frankfurt mehrere Brunnen stillgelegt worden, aus Kostengründen, wegen Verunreinigungen und der Überbauung von Schutzgebieten, wie das Wasserlauf-Bündnis mitteilt. Die Stadt versorgt sich nur noch zu etwa 20 Prozent selbst. Bis zu 30 Prozent des Trinkwassers wird für die Toilettenspülungen verwendet, die Bevölkerung Frankfurts wächst immer mehr an.

Das Bündnis fordert den Erhalt der Frankfurter Wasserwerke und Ausbau von Brauchwassersystemen.

Weitere Infos und Kontakt unter www.wasserlauf-2022.de.

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