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Corona hat Hilfsangebote verändert

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Von: Günther Kraemer

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Kurt Wiegel, Jürgen Geißler und Jürgen Horn (vorne) wurden in der Hauptversammlung des DRK-Kreisverbands Alsfeld geehrt. Dazu gratuloierten für den Vorstand, v. li.: Matthias Weitzel, Helmut Euler, Präsident Norbert Södler, Hans Ulrich Lipphardt, Robert Belouscheck und Kreisgeschäftsführer Thorsten Ellrich. © Günther Kraemer

Vogelsbergkreis (bf). Tausende Masken waren für die Weitzerarbeit nötig, aber das klappte beim DRK-Kreisverband Alsgeld. Darüber berichtgete Vorsitzenderf Hans Ulrich Lipphardt in der Versammlung des DRK-Kreisverbandes Alsfeld, die erstmals wieder als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden konnte. Lipphardt freute sich über den Besuch der zahlreichen Delegierten dieser Tage in der Feldahalle.

Auch wenn aufgrund der notwendigen Einschränkungen immer noch Vorsicht geboten war, verlief die Kreisversammlung reibungslos.

Die Corona-Pandemie hat den DRK-Kreisverband Alsfeld und die Menschen vor große Herausforderungen gestellt, sagte Lipphardt. Es hat das Arbeiten und die Hilfsangebote in den letzten beiden Jahren in vielen Bereichen verändert. Das komme auch in dem Jahresbericht zum Ausdruck.

Mit umsichtigen und sorgsamen Handeln und mit Maßnahmen aus den Notfallplänen sei es gelungen, allen einen bestmöglichen Schutz zu bieten. Die Geschäftsstelle habe dafür gesorgt, dass tausende von Masken, Desinfektionsmittel und Schutzkleidung zur Verfügung gestellt werden konnten. Dennoch waren die meisten Leistungen der sozialen Arbeit von Kontakbeschränkungen betroffen, so Lipphardt weiter.

Wo es möglich war, haben die engagierten Mitarbeiter Lösungen entwickelt. Das gilt besonders für die Bewohner und Bewohner in den Seniorenresidenzen. In dem Bericht teilte Lipphardt mit, dass der DRK-Kreisverband Alsfeld an der Organisation des Impfzentrums für den Vogelsbergkreis in der Hessenhalle in Alsfeld mitgewirkt hat.

Der Bericht von Schatzmeister Helmut Euler informierte die Delegierten erneut über eine positive Geschäftsbewegung. Sein Fazit: Der DRK-Kreisverband Alsfeld verfügt über eine geordnete Finanz-, Vermögens- und Ertragslage. Das Geschäftsjahr 2020 war - trotz Pandemie - zufriedenstellend.

Berichte gab es von Kreisbereitschaftsleiter Ulf Immo Bovensmann, vom Kreisjugendrotkreuz (Christina Kranz), der Kreiswasserwacht (Christian Braun) und des Ausbildungsbeauftragten Andreas Fischery. Gerade im Bereich der Aus- und Fortbildung gab es erhebliche Veränderungen: Die Ausbildung ruhte rund drei Monate. Im Bereich der Kindergärten und der Betriebe war wenig möglich.

Für den Bereich der Erste-Hilfe-Ausbildung erfolgte nach dem Lockdown eine Anpassung. Man hat die Situation genutzt, die Ausbildung mit reduzierter Zahl angepasst. Mittlerweile haben die Fahrschulen die Ausbildung wieder aufgenommen. Erste-Hilfe-Nachweise waren mehr als gefragt. Generell hat sich die Zahl der Erste-Hilfen-Ausbildung sich von 3300 im Jahre 2019 auf 2613 im Geschäftsjahr 2020 reduziert.

Das weist der Geschäftsbericht aus: Die Zahl der Mitglieder im DRK-Kreisverband Alsfeld liegt im Geschäftsjahr 2020 bei 4582 (2019 waen es 4801);. Darunter sind 347 Aktive und 143 Mitglieder im Jugendrotkreuz. Der DRK-Kreisverband Alsfeld hat insgesamt 13 Ortsvereine. Zudem gehören dem Verband 24 Einsatzfahrzeuge und man leistete im Geschäftsjahr 2020 insgesamt 29 700 ehrenamtliche Einsatzstunden.

Hohe Ehrungen

Im Blickpunkt bei der Hauptversammlung des DRK-Kreisverbandes Alsfeld standen die Ehrungen; sie wurden vorgenommen von Norbert Södler, Präsident des DRK Hessen, und Robert Belouscheck, dem Ehrenvorstandsmitglied des DRK-Kreisverbandes Alsfeld. Mit der goldenen Verdienstmedaille des DRK-Kreisverbandes Alsfeld wurde ein »Lauterbacher« geehrt: Kurt Wiegel aus Rimlos. Wiegel ist lange Jahre Mitglied im DRK-Kreisvorstand Lauterbach und hat - nicht nur aus dieser Funktion heraus - den DRK-Kreisverband Alsfeld unterstützt und beraten.

Wiegel war jahrelang aus dem Vogelsbergkreis gewählter Landtagsabgeordneter. Wiegel hat immer wieder die Interessen des DRK-Kreisverbandes Alsfeld vertreten, wie Belouscheck in seiner Laudatio sagte. Er habe die notwendigen Maßnahmen gefördert und unterstützt. Gradlinigkeit, Aufgeschlossenheit und Hilfsbereitschaft zeichnen Kurt Wiegel aus. Er war zudem lange Jahre Mitglied im Kreistag des Vogelsbergkreises.

Eine besondere DRK-Auszeichnung erhielt Jürgen Geißler mit dem Ehrenzeichen des DRK. Es ist die höchste Auszeichnung im Deutschen Roten Kreuz, sagte Norbert Södler, Präsident des Landesverbandes Hessen im DRK. Es ist das »Bundesverdienstkreuz des DRK«. Jürgen Geißler gilt als DRK-Urgestein in positiven Sinn. Seit 1. Januar 1974 er Mitglied im DRK. Über die Arbeit als Unterführer, Gruppenführer und stellvertretender Bereitschaftsführer qualifizierte sich Geißler und ist heute Zugführer der DRK-Kreisverbandes Alsfeld. Jürgen Geißler lebt die DRK-Tätigkeit in all ihren Facetten. Als Führer des ersten Betreuungszuges des Vogelsbergkreises hat Geißler viele Einsätze geleitet. Södler erinnerte an die Übersiedlung und Betreuung der Flüchtlinge nach der Grenzöffnung in 1990, die Hochwassereinsätze an Elbe und Oder und den Großbrand auf dem Gelände der ehemaligen Firma Bücking in Alsfeld. Treffen an Hessentagen, darunter die DRK-Organisation beim 25. Hessentages 1985 in Alsfeld, standen unter seiner Leitung. Die Aufstellung des Betreuungszuges des DRK-Kreisverbandes Alsfeld ist zum Vorbild des Landesverbandes geworden.

Für den stellvertretenden Leiter des Betreuungszuges, Jürgen Horn, hatte Södler die Verdienstmedaille des Landesverbandes mitgebracht. Horn, sozusagen die »rechte Hand« von Jürgen Geißler in den letzten Jahren, ist im Betreuungswesen sehr aktiv. Am Aufbau des Betreuungszuges hat Horn tatkräftig mitgeholfen und mitgestaltet. Auch Horn, schon seit 1972 im DRK, hat bereits zahlreiche Auszeichnungen des DRK erhalten; die Verdienstmedaille des Landesverbandes, würdigt seinen Einsatz zusätzlich.

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