Corona-Folgen erst im Herbst absehbar

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Vogelsbergkreis(pm). Die finanzielle Lage des Kreises ist stabil, wie Landrat Manfred Görig im Kreistag bilanzierte. Entscheidend für diese Einschätzung ist eine "Punktlandung" bei der Ergebnisrechnung 2019.

Der Jahresüberschuss liegt demnach bei 2,1 Millionen Euro, geplant waren 1,9 Millionen Euro. Allerdings liegt der Überschuss sogar noch höher, denn im vergangenen Jahr hat der Kreistag einen überplanmäßigen Zuschuss an das Kreiskrankenhaus Alsfeld beschlossen.

Damit wurden Verluste ausgeglichen, die bis 2017 entstanden sind. "Dies berücksichtigt, konnten im abgelaufenen Jahr insgesamt rund 3,5 Mio. Euro erwirtschaftet werden", betont Görig zufrieden.

Das Geld kam durch geringere Abschreibungen der Geschäftsausstattung, Einsparungen bei Sach- und Dienstleistungen der Verwaltung, eine niedrigere Umlage an den Landeswohlfahrtverband und Einsparungen beim Zinsaufwand zusammen. Zudem gab es eine höhere Gewinnausschüttung des OVAG-Trägers ZOV sowie niedrigere Aufwendungen für Grundsicherung.

Wie stark sich die Folgen der Maßnahmen gegen Corona auswirken, ist noch nicht zu beziffern. In den Vogelsberger Städten und Gemeinden könne man "Ertragsausfälle wohl erst gegen Ende des Jahres" verlässlicher einschätzen. Das schlage dann erst verzögert auf den Landkreis durch. Das hessische Finanzministerium will bereits im August eine vorgezogene Steuerschätzung vornehmen. Erst danach sei es möglich, die Folgen für den Haushaltsplan 2021 abzusehen.

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