Schülerinnen mit Mundschutz. In den Vogelsberger Schulen werden alle Vorkehrungen zum Schutz gegen Corona-Infektionen getroffen, betont der Kreis. Lehrerverbände dagegen kritisieren, dass das Kultusministerium nicht ausreichend Maßnahmen für Herbst und Winter getroffen habe. FOTO: DPA
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Schülerinnen mit Mundschutz. In den Vogelsberger Schulen werden alle Vorkehrungen zum Schutz gegen Corona-Infektionen getroffen, betont der Kreis. Lehrerverbände dagegen kritisieren, dass das Kultusministerium nicht ausreichend Maßnahmen für Herbst und Winter getroffen habe. FOTO: DPA

Coronavirus

Corona-Fälle in Schulen: Gesundheitsamt weist auf Bestimmungen hin

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Mit einer aktuellen Fallzahl von 24 Neuinfektionen hat die Pandemie auch im Vogelsbergkreis einen Höchstwert seit Beginn der Zählungen erreicht.

Die Corona-Fallzahlen steigen schon seit einigen Wochen wieder deutlich und der Kreis verzeichnet zunehmend mehr Infektionen. Treten trotz sorgfältiger Maßnahmen in Schulen Fälle auf, dann müssen Schüler, ganze Klassen oder Jahrgangsstufen in häusliche Quarantäne gehen, wie dieser Tage in Lauterbach an der "Schule an der Wascherde" geschehen.

"Die Schulen sind gut vorbereitet und haben weitreichende Maßnahmen ergriffen. Trotzdem ist das Infektionsrisiko nicht komplett zu minimieren", sagt Gesundheitsdezernent und Erster Kreisbeigeordneter Jens Mischak. Aufgrund der aktuellen Vorkommnisse weist das Gesundheitsamt in einer Pressemitteilung auf das Vorgehen hin.

Bei Meldung eines positiven Covid-19-Nachweises bei Personen in der Schule oder bei Personen aus deren persönlichem Umfeld, ist das Vorgehen mit dem Gesundheitsamt des Kreises abzustimmen.

Was im Ernstfall zu tun ist

Bei der Bewertung ist wichtig, inwieweit die sogenannten Regeln AHA-L (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken, Lüften) eingehalten werden. "Wir betrachten den Einzelfall - werden die Hygieneempfehlungen des Landes und des Robert-Koch-Instituts eingehalten, sind die Maßnahmen weniger drastisch", sagt Dr. Henrik Reygers, kommissarischer Leiter des Gesundheitsamtes. Könne die Einhaltung nicht gewährleistet oder nachvollzogen werden, müsse man entsprechend umfangreichere Maßnahmen ergreifen.

Deshalb sei es bei schon bekannten Fällen zu unterschiedlichen Maßnahmen gekommen, erklärt Reygers. Kurz: Halten sich Schüler und Lehrkräfte an die AHA-L-Regen, muss nur die positiv getestete Person (Indexfall) gemeinsam mit den Mitgliedern des Hausstands und den relevanten Kontaktpersonen der Kategorie 1 (enger Kontakt und damit hohe Infektionsgefahr) in Quarantäne. Die restliche Klasse kann als Kontakt der Kategorie II (geringer Kontakt) eingestuft werden - eine Quarantäne ist nicht nötig. Halten sich Menschen nicht an AHA-L-Regeln, müssen im Zweifel der gesamte Klassenverbund, Eltern und Geschwister sowie Lehrkräfte in häusliche Quarantäne. Geschwisterkinder der Kontaktpersonen der Kategorie 1 (siehe unten) unter 12 Jahren, die im selben Haushalt leben, dürfen für die Zeit der Absonderung keine Schule oder Kindertagesstätte besuchen.

"Umsicht und die AHA-L-Regeln helfen zum einen dabei, das Infektionsrisiko zu minimieren, zum anderen können sie Kindern, Lehrkräften, Eltern und Kontaktpersonen der Kategorie 1 die Quarantäne ersparen".

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