Eine breite Verkehrsinsel sorgt am Ortseingang von Angenrod für besonnenes Fahren. jol
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Eine breite Verkehrsinsel sorgt am Ortseingang von Angenrod für besonnenes Fahren. jol

Breite Mittelinsel für mehr Sicherheit

  • Joachim Legatis
    vonJoachim Legatis
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Alsfeld-Angenrod(jol). Runter vom Gas ist die beste Losung für Autofahrer am Ortseingang Angenrod. Die Bundesstraße 62 aus Richtung Kirtorf hat dort eine beachtliches Gefälle und zudem sorgt eine Kurve dafür, dass Fahrer erst spät einen Überblick über die Strecke bekommen. Nicht zuletzt verkompliziert die Einmündung der Landstraße von Seibelsdorf/Ruhlkirchen die Gemengelage. Wer die Kreuzung kennt, weiß, dass man heranbrausende Fahrzeuge schlecht sieht.

Dem trägt Hessen Mobil mit einem radikalen Umbau des Ortseingangs Rechnung. Bemerkenswert ist die breit angelegte Mittelinsel, die Auto- und Lkw-Lenker zu vorsichtiger Fahrweise verleitet. Der gepflasterte Bereich inmitten der Bundesstraße ist 7,50 Meter breit.

Die Mittelinsel wurde im Zusammenhang mit dem Ausbau des Kreuzungsbereichs der Bundesstraße mit der Landstraße von Seibelsdorf her neu errichtet. Sie ist nicht vergleichbar mit nachträglich aufgelegten, teils aus Kunststoff bestehenden, Querungshilfen, teilt Hessen Mobild dazu mit.

Beim Ausbau von Ortseingang und Kreuzung wurde der gesamte Knotenpunkt umgestaltet. Die Maßnahme beinhaltet neben dem Ausbau der L 3070 auf einer Länge von rund 270 Metern auch eine Verlegung der Landesstraße. Die B 62 ist verbreitert worden, um eine Linksabbiegespur zu ermöglichen, die in die neue Mittelinsel ausläuft. Sie weist einen Gesamtaufbau von rund 65 Zentimetern auf, ist auf einer über 50 Zentimeter starken Frostschutzschicht gegründet und besteht aus Betonpflaster.

Grund für die Umgestaltung sind die unzureichenden Verkehrsverhältnisse auf und an der viel befahrenen Bundesstraße. So verweist die Sprecherin von Hessen Mobil auf die lang gezogene Kurve, wenn man von Kirtorf kommt. Dadurch sind für Fahrzeuglenker der Ortseingang und die Kreuzung erst spät erkennbar. Der Knotenpunkt ist zudem stark befahren, aber eine Linksabbiegespur war nicht vorhanden. "Auch der Einmündungswinkel war zu gering, womit eingeschränkte Sichtverhältnisse und daraus resultierende Unfallgefahren verbunden waren."

Die Form des Fahrbahnteilers ermöglicht das nahtlose Integrieren der Linksabbiegerspur in die Straße, wodurch sich wiederum die Verkehrssicherheit erhöht. Zudem ist die Einmündung der L 3070 nach Seibelsdorf auf die B 62 verlegt und ist nun rechtwinklig. Dies bietet eine optimale Sicht an der Straßenkreuzung. Dem Kraftfahrer wird am Übergang von der freien Gefällestrecke zur Abbiegespur verdeutlicht, dass er sein Fahrverhalten anzupassen hat. Die bei der Konstruktion der Mittelinsel gewählten Kurven für die Fahrstreifen lassen erwarten, dass Unfallgefahren entgegengewirkt wird.

Dass der Fahrbahnteiler so breit ausgeführt wurde, hängt auch damit zusammen, dass die vorhandene Straßenparzelle ausgenutzt werden konnte. Weitere Erwägungen waren die einmündenden Straßen und Zufahrten am Ortseingang und der Verlauf von Wasserrinnen. Zudem haben die Straßenbauer auf den Erhalt von Bäumen beim Umbau des Abschnitts geachtet.

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