Brauerei Alsfeld: Sanierung kommt offenbar gut voran

Alsfeld (pm). Bei der Alsfelder Brauerei kann man wieder getrost in die Zukunft blicken, wie der Insolvenzverwalter, Dr. Plathner, in einer Betriebsversammlung mitteilte.

"Die Sanierung im laufenden Insolvenzverfahren kommt sehr gut voran, die Brauerei kann wieder aus eigener Kraft den laufenden Betrieb finanzieren," teilte Insolvenzverwalter Dr. Jan Markus Plathner bei einer Belegschaftsversammlung mit. "Das gibt uns viele Optionen für die Zukunft. Wir können so die Verhandlungen mit potenziellen Investoren ohne Zeitdruck führen, aber auch in Ruhe prüfen, ob eventuell ein Insolvenzplanverfahren für die Verfahrensbeteiligten vorteilhafter ist", so die Mitteilung Plathners weiter.

In der Zwischenzeit kann der Betrieb uneingeschränkt fortgeführt werden. Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens zum 1. März bekommen die rund 50 Mitarbeiter wieder reguläre Lohn- und Gehaltszahlungen. Die Mittel erwirtschaftet die Brauerei nun wieder selbst. In den drei Monaten zuvor erhielten die Mitarbeiter Insolvenzgeld. Mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Brauerei in den drei Monaten zeigte sich Plathner sehr zufrieden. "Wir sind voll im Plan. Nicht nur die Mitarbeiter halten uns die Treue, sondern auch die Kunden und Lieferanten. Das ist die beste Basis für einen erfolgreichen Abschluss der Sanierung."

In das Sanierungskonzept sollen Gläubiger, Kunden, Lieferanten, Geschäftsführer, Gesellschafter und Mitarbeiter eingebunden werden. Es gebe Investorengespräche und daneben Arbeiten an einem Insolvenzplan, um die beste Lösung zu finden, betonte Plathner. Realistisches Ziel sei der Erhalt des Unternehmens und damit aller Arbeitsplätze. Im Tagesgeschäft geht die Brauerei mit vollem Elan in die Zukunft: Der "Alsfelder Brauerei-Cup" soll stattfinden, bei den Alsfelder Fechtern wird es einen Pokal der Brauerei Alsfeld geben. Guten Zuspruch finden Produkte wie das Bio-Bier-Sortiment.

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