Bestmögliches für behinderte Menschen tun

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Alsfeld(pm). Der neue Fachdienst des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) hat kürzlich seine neuen Räume in Alsfeld vorgestellt. Andreas Jürgens vom LWV begrüßte die Gäste, stellte das LWV-Team vor und skizzierte dessen Aufgaben. Die Mitarbeiter überlegen und planen gemeinsam mit behinderten Menschen, von wem und in welchem Umfang diese unterstützt werden.

Zudem haben sich der LWV und der Vogelsbergkreis auf eine enge Zusammenarbeit bei der Eingliederung behinderter Menschen verständigt und eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Der LWV als überörtlicher Träger der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen hat durch das Bundesteilhabegesetz (BTHG) die Aufgabe bekommen, den individuellen Unterstützungsbedarf behinderter Menschen zu ermitteln. Dazu suchen die Teams die behinderten Menschen an einem verabredeten Termin in der Regel zu Hause oder in ihrem sozialen Umfeld auf. Um dieser neuen Aufgabe gerecht zu werden, baut der LWV seinen Fachdienst zur Bedarfsermittlung und Teilhabeplanung in Hessen nach und nach aus. "Dies stellt eine große Chance dar, weil wir die Prozesse im Sinne der Menschen gestalten können", sagte Andreas Jürgens.

Lebensabschnittsmodell

Das Regionalteam Vogelsberg hat im April vergangenen Jahres seine Arbeit aufgenommen. Der Landkreis zählte damit zu den ersten in Hessen, in denen ein solches Fachdienst-Team tätig ist. Mit dem neuen Fachdienst im Landkreis werden die regionale Verankerung des LWV und die Kooperation vor Ort verstärkt. Schon bisher hätten sogenannte LWV-Regionalmanagements mit dem Vogelsbergkreis und den Leistungsanbietern sehr gut zusammengearbeitet. Mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG), dessen erste Stufen 2017 und 2018 in Kraft getreten sind, gibt es für den Bereich der Eingliederungshilfe erhebliche Veränderungen. Die Stufen 3 und 4 treten 2020 und 2023 in Kraft. Kern ist, dass die so genannte Eingliederungshilfe aus der Sozialhilfe herausgenommen und zu einem eigenen Leistungsrecht wird. Im Ausführungsgesetz ist die Zuständigkeit der Träger der Eingliederungshilfe nach dem sogenannten Lebensabschnittsmodell bestimmt.

Danach sind in Hessen die kommunalen Träger für Kinder und Jugendliche mit Behinderung bis zum Ende der Schulausbildung zuständig. Im Anschluss ist der überörtliche Träger der Eingliederungshilfe, der Landeswohlfahrtsverband, verantwortlich. Für behinderte Menschen, die erstmalig nach Eintritt in das Rentenalter einen Antrag stellen, sind wiederum die örtlichen Träger zuständig. Ebenfalls ist geregelt, dass alle Träger der Eingliederungshilfe zur Zusammenarbeit eine Kooperationsvereinbarung schließen müssen. Der Landeswohlfahrtsverband wird von den Landkreisen und kreisfreien Städten getragen.

Er unterstützt behinderte, psychisch kranke und sozial benachteiligte Menschen in ihrem Alltag und im Beruf.

Er finanziert Leistungen nach dem sozialen Entschädigungsrecht.

Er ist Träger von Förderschulen und Frühförderstellen.

Er ist Alleingesellschafter der Vitos GmbH, die einen wesentlichen Teil der psychiatrischen Versorgung in Hessen sicherstellt.

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