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Gelungenes Beispiel für Verschönerung eines vernachlässugten Orts: Stephan Hanisch (links) und Roland Heinrich vor der Theaterbühne im Klostergarten. (Foto: jol)

Appell: Markiert besondere Orte für "schönere Stadt"

Alsfeld (jol). Der Slogan steht schon: "Unsere Stadt soll noch schöner werden" – nun fehlt noch die Aktion. Das Freiwilligenzentrum schiebt eine Kampagne an, um schöne und vernachlässigte Orte in der Kernstadt zu finden.

Dann soll geschaut werden, wie man schöne Plätze besser herausputzen und wenig attraktive zu Schmuckstücken umgestalten kann. Stephan Hanisch und Roland Heinrich stellten in einem Pressegespräch die Initiative vor. Als erster Schritt wurden zum Spitalfest vor wenigen Tagen zwei große Stadtpläne im Freiwilligenzentrum aufgehängt. Dort haben bereits erste Teilnehmer mit bunten Nadeln diejenigen Plätze markiert, an denen es ihnen besonders gefällt oder aber das Gegenteil davon. So hat ein älterer Besucher des Festes moniert, dass Ruhebänke im Erlenpark so niedrig sind, dass Senioren nur mit Mühe wieder aufstehen können. "Das fällt einem nicht auf, wenn er nicht zu der betreffenden Altersgruppe gehört", meinte Roland Heinrich. Hanisch meinte am Beispiel des idyllischen Grabbrunnens, dass gerade die Ortsbewohner oft nicht mehr wahrnehmen, wie schön die Altstadt ist.

Das Ganze soll über Monate hinweg die Arbeit des Freiwilligenzentrums begleiten, auf einer einfacheren Ebene als die neue Initiative von Bürgermeister Paule für den "Masterplan 2022". Der Verein will Anregungen sammeln, wo man sich wohlfühlt und wo nicht. "Wir sammeln die Anregungen, und suchen dann die Adressaten für Verbesserungsvorschläge, meinte Hanisch. So manches sei sicher Sache der Kommune, an anderen Stellen sei vielleicht ein Nachbarschaftstreffen sinnvoll, um zu überlegen, was die Anwohner zur Verbesserung beitragen können. Dabei soll es jedenfalls nicht um das Anschwärzen von Nachbarn gehen.

Ein schönes Beispiel, wie viel mit gemeinsamer Aktivität erreicht werden kann, bietet der Klostergarten, so Hanisch und Heinrich. In enger Kooperation mit der Stadt haben freiwillige Helfer in den vergangenen Jahren mitgeholfen, aus einem ramponierten Ensemble ein schönes Vereinszentrum und eine malerische Naturbühne zu machen. Als nächster Schritt sollen beim Stadtfest an einem Stand des Freiwilligenzentrums weitere Anregungen auf dem Stadtplan eingetragen werden. Aber auch in der Folge werde das Freiwilligenzentrum am Thema dranbleiben, "wir brauchen einen langen Atem".

Wer Anregungen hat, kann sich per E-Mail an unserestadt@fz-alsfeld.de wenden oder eine Mitteilung in den Briefkasten am Freiwilligenzentrum im "Spital", Volkmarstraße 3, stecken.

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