1. Gießener Allgemeine
  2. Vogelsbergkreis
  3. Alsfeld

115 zusätzliche Arbeitsplätze für das Finanzamt

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Vogelsbergkreis (pm). Die Strukturreform hat das Ziel, die hessische Steuerverwaltung modern und zukunftsfest aufzustellen. Wo immer sinnvoll möglich, sollen dabei Arbeitsplätze aus dem Ballungsraum in ländlichere Regionen verlagert werden »Dank volldigitalisierter Abläufe können Aufgaben der Finanzämter wie die Bearbeitung der Steuererklärung ortsungebunden bearbeitet werden.

So erhält das Finanzamt Lauterbach im Zuge der Reform der Steuerverwaltung weitere 115 Arbeitsplätze«, erklärt die Vogelsberger Landtagsabgeordnete von den Grünen, Eva Goldbach. »Mit den zusätzlichen Stellen werden künftig unter anderem auch Steuererklärungen aus Frankfurt bearbeitet.« Ziel sei es, den ländlichen Raum zu stärken und die Arbeit zu den Menschen zu bringen. Davon profitiere neben den Arbeitnehmern, die kürzere Anfahrtszeiten haben, auch das Klima. »Ein kürzerer Arbeitsweg wirkt sich in der Regel auch positiv auf die Klimabilanz aus«, so Goldbach.

Neben dem Finanzamt Lauterbach werden zukünftig weitere zehn Finanzämter im ländlichen Raum zusätzlich zu den Steuererklärungen der Bürger und Bürgerinnen aus ihrem Einzugsgebiet auch Steuererklärungen aus Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden bearbeiten. Insgesamt betrifft das fast 500 000 Steuerkonten. »Diese Reform sorgt für rund 300 zusätzliche Arbeitsplätze in ländlichen Regionen. Insgesamt werden durch die Strukturreform der Steuerverwaltung mindestens 1200 Arbeitsplätze aufs Land verlagert«, sagt Goldbach und führt fort: »Wir nutzen die Chancen der Digitalisierung nicht nur, um für mehr Steuergerechtigkeit zu sorgen, sondern auch um moderne Arbeitsbedingungen in der Finanzverwaltung zu etablieren. Damit stellen wir die Steuerverwaltung für die Zukunft als attraktive Arbeitgeberin auf - im ländlichen Raum genauso wie in den Großstädten.

Auch interessant

Kommentare