Verabschiedung mit (hinten v. l.) Taufpfarrer Friedhelm Boller und Dekan Norbert Heide sowie (vorne) Pfarrer Holger Becker, Pfarrer Kay Wick, Propst Matthias Schmidt und Vorsteher Hans-Gerd Schneider. FOTO: SF
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Verabschiedung mit (hinten v. l.) Taufpfarrer Friedhelm Boller und Dekan Norbert Heide sowie (vorne) Pfarrer Holger Becker, Pfarrer Kay Wick, Propst Matthias Schmidt und Vorsteher Hans-Gerd Schneider. FOTO: SF

Abschied mit Harfenmusik

  • vonJutta Schuett-Frank
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Mücke-Merlau(sf). Drei Jahre lang stand Pfarrer Kay Wick dem erkrankten Pfarrer Holger Becker zur Seite, und nun geht er nach 35 Jahren Amtszeit in den wohlverdienten Ruhestand. Bei der Verabschiedung waren neben dem Kirchenvorstand Propst Matthias Schmidt, Dekan Norbert Heide, Taufpfarrer Friedhelm Boller, Pfarrer Holger Becker und Gemeindepädagoge Denny Buhle. Silke Grein, die in einem "Minizeitfenster" die gemeindlichen Sekretariatsarbeiten erledigt, grüßte Wick besonders. Am Gottesdienst nahmen zudem Ehefrau Kerstin und seine Kinder teil. Schwiegervater Thomas Stebler aus der Schweiz spielte auf einer Harfe ruhige und meditative irische Harfenmusik. Die Orgelmusik kam von Katharina Tröster, sie sang alle Liedstrophen als Solistin.

Kay Wick wurde in Maar ordiniert

Er habe versucht, ermunternde, ermahnende und ideenreiche Gottesdienste abzuhalten, blickte Wick zurück. Auch kenne er das Leid als Seelsorger in den unterschiedlichsten Facetten. Er sei glücklich gewesen, wenn Menschen, nachdem sie Trost erfahren hatten, wieder ihren Blick nach vorne gewandt hätten. "Das Leben eines Pfarrers ist wie eine Achterbahn", fasste Pfarrer Wick zusammen, und man spürte, dass ihm manchmal die Worte schwer fielen. Ein großer Dank ging an seine Ehefrau Kerstin, seine vier Kinder und seine vier Enkelkinder. Die Familie habe stets alles mitgetragen. In der knappen Zeit der drei letzten Berufsjahre habe er im Vogelsberg "viel Gutes erfahren". Er blicke gespannt in die Zukunft, aber es werde immer ein Weg mit Gott sein.

"Menschen begleiten an den Wendepunkten des Lebens. Das gehört zu den wichtigsten und wertvollsten Aufgaben des Pfarrberufs", sagte Propst Matthias Schmidt. "Nach den 33 Jahren seit Ihrer Ordination im August 1987 in der Michaeliskirche in Maar haben Sie Gottes Botschaft vielen Menschen an den Wendepunkten des Lebens zugesagt, an den fröhlichen und hoffnungsvollen Aufbrüchen bei Taufen, Hochzeiten, Konfirmation oder Einschulung." Aber auch an schweren Wendepunkten des Lebens wie bei Trauer und Abschied, an Sterbebetten und auf Friedhöfen sei Pfarrer Kay Wick tätig gewesen.

In den vergangenen fast drei Jahren hatte Wick einen Vertretungsdienstauftrag in Flensungen und Merlau. Propst Schmidt dankte ihm für seinen engagierten Einsatz, für seine ermutigenden Predigten und seine gelebte Jugendarbeit.

Eine große Feier wird nachgeholt

Dekan Norbert Heide dankte Pfarrer Wick für sein segensreiches Tun. Nun sei er Pfarrer i.R., was nicht in Ruhestand heiße, sondern bei Pfarrer "in Reichweite". Weiterhin freut sich Dekan Norbert Heide, dass Pfarrer Wick mal hier und da wieder einen Dienst übernehmen werde.

Kirchenvorstandsvorsitzender Hans-Gerd Schneider dankte Pfarrer Wick für die 15 Monate Dienstzeit in Flensungen und Merlau. In der Zeit habe man nichts von einem alten Pfarrer gespürt, er habe den Kindergottesdienst wieder aufleben lassen, und dann kam die Corona-Krise.

In der Zeit der Krise sei dann die Botschaft auf Youtube übertragen worden. Leider könne man von den 250 Plätzen nur 30 Gäste zulassen, denn normalerweise hätte man mit einer rappelvollen Kirche rechnen müssen. Schneider versprach, wenn die Corona-Beschränkungen vorüber sind, werde die Feier nachgeholt.

"In Flensungen und Merlau", so sicherte Hans-Gerd Schneider zu, "stehen für Sie immer die Türen offen." Von den Kirchenvorständen wurde ein 3-D-Bild der beiden Kirchen überreicht.

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